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09.01.2002

09:47 Uhr

Mehr Arbeitslose in Westdeutschland, weniger im Osten

Zahl der Arbeitslosen um 6000 gestiegen

Der saisonbereinigte Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland hat sich im Dezember leicht abgeschwächt.

dpa-afx NÜRNBERG. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember um 174.600 auf 3,9635 Mill. gestiegen. Das waren nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit 154.600 mehr als vor einem Jahr. Der Präsident der Bundesanstalt, Bernhard Jagoda, sprach am Mittwoch in Nürnberg von einem "schwachen Abschluss eines schwachen Jahres". Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2001 mit 9,6 % um 0,3 %punkte über dem Vorjahreswert.

Auf dem Arbeitsmarkt habe sich auch im Dezember die schwache Konjunktur bemerkbar gemacht, sagte Jagoda. Der saisonübliche Anstieg sei jedoch niedriger ausgefallen als vielfach erwartet. Saisonbereinigt erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen nach Angaben der Behörde um 6.000 auf 3,943 Mill.. In den beiden Vormonaten hatte der Anstieg noch 19.000 beziehungsweise 29.000 betragen.

Arbeitslosenquote im Westen bei 7,7 %, im Osten bei 17,6 %

In den alten Bundesländern waren am Ende des vergangenen Jahres 2,584 Mill. Menschen ohne Beschäftigung. Das waren 116.200 mehr als im November und 130.300 mehr als im Dezember 2000. In den neuen Bundesländern waren 1.379 500 Menschen ohne Job, 58.300 mehr als im November und 24.300 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote liegt im Westen derzeit bei 7,7 %, im Osten bei 17,6 %.

Der vergleichsweise stärkere Anstieg der Arbeitslosenzahlen in den alten Ländern ist auf das weitaus größere Gewicht der Industrie im Westen zurückzuführen. In den alten Bundesländern werde der Arbeitsmarkt zudem durch ein steigendes Kräfteangebot belastet. In den neuen Ländern führen Wanderungs- und Pendlereffekte dagegen zu einer Entlastung.

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