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16.01.2003

18:15 Uhr

Mehr Einnahmen im Paketversand angestrebt

Post-Kunden müssen tiefer in die Tasche greifen

Postkunden werden vom 1. März an für fast alle Paketsendungen tiefer in die Tasche greifen müssen. Für die Deutsche Post sollen die Preissteigerungen zu mehr Einnahmen führen.

Reuters DÜSSELDORF. Die Deutsche Post AG kündigte am Donnerstag in Bonn an, sie wolle von März an drei Preisklassen für den Paketversand einführen. Mit Einführung der neuen Struktur steige insgesamt "das Preisniveau für den Paket- und Expressversand an". Ein Unternehmenssprecher sagte, die Post erwarte damit auch Einnahmesteigerungen. Zu den erwarteten Auswirkungen der neuen Preise auf Umsatz oder Ergebnis der Post wollte er sich aber nicht äußern. Die Post hatte erst zum 1. Januar 2003 das Briefporto auf breiter Front senken müssen.

Preiserhöhungen soll Portosenkung abfedern

"Die angekündigten Preiserhöhungen im Paketbereich sollen die Belastungen von 300 Millionen Euro ausgleichen, die die von der Regulierungsbehörde vorgeschriebenen Preissenkungen im Briefgeschäft hinterlassen haben", sagte der Analyst Hartmut Moers von Sal. Oppenheim. Das gehe zwar zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit, doch müsse die Post nicht um ihre starke Stellung in diesem Bereich fürchten."Das wird einiges in die Kassen spülen, was natürlich auch der Aktie hilft", kommentierte ein Frankfurter Aktienhändler die Preiserhöhung. Die Post-Aktie legte am Donnerstag kräftig zu. Das Papier kletterte um über sechs Prozent auf 11,56 Euro.

Inlands-Päckchen kostet demnächst 4,10 Euro

Bislang gelten noch vier Gewichtsstufen für den Versand der Pakete. Von März an soll dann eine Staffelung bis fünf Kilogramm, über fünf Kilogramm bis zehn Kilogramm sowie über zehn bis 20 Kilogramm für die Pakete in Kraft treten, teilte die Post weiter mit. Die Umstellung gehe mit neuen Preisstrukturen für den nationalen und den internationalen Versand einher. So soll der Kunde künftig für die Beförderung eines Päckchens in Deutschland 4,10 Euro anstatt bislang 3,68 Euro zahlen. Grund für den Zuschlag seien gestiegene Personalkosten sowie allgemeine Kostensteigerungen, betonte die Post. Einige Pakete würden aber auch billiger: So werde der Versand eines fünf Kilogramm schweren Pakets innerhalb Deutschlands durch die neue Preisstruktur um zehn Cent billiger.

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