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16.01.2003

06:02 Uhr

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Mehr Kreativität, bitte!

VonPetra Schäfer (Medienredakteurin beim Handelsblatt)

Nicht alles ist zur Zeit so grau wie das Wetter: In der Werbung geht gerade die Sonne auf.

Zwar sind die Umsätze der Werbeagenturen auch in den vergangenen Monaten gesunken, doch das soll die kreative Leistung der Werber nicht dämpfen. Im Gegenteil: "Das Thema Kreativität gewinnt enorm an Bedeutung", sagt Sebastian Turner, Chef der Agentur Scholz & Friends und Vorstand im Art Directors Club. Die Vereinigung vergibt jährlich Werbe-Oscars für besonders kreative Einfälle und zählt trotz Konsumkrise und abnehmender Werbeausgaben der Unternehmen wieder rund 6 000 Einsendungen für den laufenden Wettbewerb.

Eine Anzeige, die wegen ihrer Originalität besser im Gedächtnis bleibt, hat auch deshalb Hochkonjunktur, weil die Werbebotschaften insgesamt spitzer und aggressiver werden. "Es ist weniger Geld zur Verfügung, also muss der Inhalt um so eindrucksvoller sein", beschreibt Bernd Michael, Chef der Werbegruppe Grey, den Trend. Es ist sein langjähriger Großkunde Procter & Gamble, der jetzt vermehrt Kreativität einfordert. Der Konsumgüter-Konzern galt bisher als Hort solider Werbung ohne gewagte Einfälle. Auch Unilever und Nestlé haben plötzlich das magische K-Wort entdeckt - Zeit also, die Kreativen der Branche aus dem Korsett funktionaler 0815-Werbung zu befreien.

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