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22.09.2013

12:53 Uhr

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 7)

„Geht zur Wahl, das ist unsere Pflicht, ein Muss!“

VonReiner Calmund

Was muss sich in Deutschland ändern? Wie wichtig wird die Wahl und welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat der Fußballexperte Reiner Calmund das „Wort zur Wahl“.

Reiner Calmund hat Sympathien für eine große Koalition.

Reiner Calmund hat Sympathien für eine große Koalition.

Schwarz, Gelb, Rot, Grün – das ist zweitrangig. „Calli ist Schwarz-Rot-Gold“, antworte ich immer auf die Frage nach meiner politischen Färbung. Deshalb habe ich bislang auch immer Persönlichkeiten gewählt, nie Programme. Ich habe von den Roten den Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder gewählt. Genauso war ich bei den Schwarzen von Helmut Kohl, dem Kanzler der Wiedervereinigung, und zuletzt auch von Angela Merkel überzeugt.

Im TV-Duell hat Peer Steinbrück stark und präzise angegriffen, die Angela Merkel souverän gekontert. Beide waren sach- und fachlich wie erwartet gut. Trotz der kontroversen Attacken gingen sie respektvoll miteinander um. Man sieht, beide haben in der großen Koalition mal erfolgreich zusammengearbeitet. Patent-Rezepte für die großen nationalen und internationalen Probleme konnten beide erwartungsgemäß nicht liefern. Ihnen fehlt genau wie den anerkannten Wirtschaftswissenschaftlern die Glaskugel. Wenn die geplanten Koalitionen keine Mehrheit erreichen, bin ich für eine große Koalition, mit Merkel und Steinbrück. Es geht für mich nicht um egoistische Interessen der Parteien, sondern um das Wohl unseres Landes.

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 1): „Ich würde so gerne in einem modernen Land leben“

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 1)

„Ich würde so gerne in einem modernen Land leben“

Was muss sich in Deutschland ändern? Wie wichtig wird die Wahl und welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat der Schauspieler Benno Fürmann das „Wort zur Wahl“.

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 2): „Sport, Musik, Geschlechtsverkehr“

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 2)

„Sport, Musik, Geschlechtsverkehr“

Welche Priorität hat es, wählen zu gehen? Wie wichtig wird die Wahl und welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat Kabarettist Dieter Nuhr das „Wort zur Wahl“.

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 6): „Wir sparen an der falschen Stelle“

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 6)

„Wir sparen an der falschen Stelle“

Was muss sich im Land ändern? Wie wichtig ist die Wahl, welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat der Mediziner und Autor Eckart von Hirschhausen das „Wort zur Wahl“.

Natürlich halte ich auch die kleineren Koalitions-Parteien für wählbar. Trotz teilweise guter Arbeit in den Landesregierungen und Bemühungen im sozialen Bereich droht den Grünen – wohl aufgrund ihrer Steuerpolitik – ein Abrutschen unter die Zehn-Prozent-Marke.

Die FDP muss um den Einzug in den Bundestag bangen, dennoch sind viele Mitglieder optimistisch, dass sie nach der Krise – mit Werten aus dem Gefrierfach – die Fünf-Prozent-Hürde überspringen. Spitzenkandidat Rainer Brüderle und Parteichef Philipp Rösler können auf das Trio Guido Westerwelle, Christian Lindner und Wolfgang Kubicki bauen. Außenminister Westerwelle wird im Ausland von Unternehmern und Diplomaten hoch geschätzt. Lindner gilt ohnehin als kommender Macher und Kubicki kommt an der Basis gut an.

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 3): „Unser System Schule produziert Lerninvaliden“

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 3)

„Unser System Schule produziert Lerninvaliden“

Was muss sich bei der Ausbildung der Kinder ändern? Wie wichtig wird die Wahl? Welche Wünsche gibt es? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat "Super-Nanny" Katharina Saalfrank das „Wort zur Wahl“.

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 4): „Lobbyisten auf die Füße treten“

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 4)

„Lobbyisten auf die Füße treten“

Was muss sich im Land ändern? Wie wichtig wird die Wahl und welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat Sänger Pierre Baigorry alias Peter Fox das „Wort zur Wahl“.

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 5): „Verkauft Euer Volk nicht für dumm“

„Das Wort zur Wahl“ (Teil 5)

„Verkauft Euer Volk nicht für dumm“

Was muss sich in Deutschland ändern? Wie wichtig wird die Wahl und welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat „Mr. Dax“ Dirk Müller das „Wort zur Wahl“.

Ein Problem habe ich mit den Linken. Es bereitet mir Magenschmerzen, wenn ich daran denke, dass in dieser Partei noch immer Politik von Menschen gemacht wird, die maßgeblich am Unrechtssystem und der Pleite der DDR beteiligt waren. Diese Leute sind für mich nicht wählbar. Ob richtig oder falsch, Gregor Gysi schließe ich davon aus. Er agiert volksnah und ist rhetorisch erstklassig. Ich bin zwar oft anderer Meinung als Gysi, doch seine geforderte Mindestrente von 1050 Euro ist mir sympathisch – wenn auch schwer realisierbar. Auch bei den Linken sterben die alten Kaderfunktionäre mit negativer Vergangenheit langsam aus und werden durch neue Gesichter ersetzt. Bei den letzten Hochrechnungen erreichte die Linke acht bis zehn Prozent. Das zeigt, dass auch sie ihre Berechtigung bei vielen Menschen hat.

Ich ermutige alle, zur Wahl zu gehen, dies ist nicht nur unser Recht, es ist unsere Pflicht, ein Muss! Nicht wählen geht nicht, Entschuldigungen gelten nicht. Ich selbst habe schon per Briefwahl gewählt. Nichtwähler haben ihr Recht verwirkt, über die Politik zu meckern.

Reiner Calmund als Geschäftsführers bei Bayer 04 Leverkusen. dpa

Reiner Calmund als Geschäftsführers bei Bayer 04 Leverkusen.

Reiner Calmund (64) ist ein Tausendsassa. Berühmt wurde er als Fußball-Manager von Bayer Leverkusen. Mittlerweile ist er als Sportexperte und Talkgast gefragt, schreibt er Bücher und engagiert sich für soziale Einrichtungen.

Mit der Bundestagswahl endet auch unsere siebenteilige Serie „Das Wort zur Wahl“.

Kommentare (7)

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Freidenker

22.09.2013, 13:08 Uhr

Ich lach mich schlapp....schon wieder sooo ein dummer Artikel im Interesse des Kapitals und vorallem der PARTEIEN!!

WER DEN KAPITALISMUS WILL...und den wollen die meißten! geht wählen. Lässt sich verarschen und verblöden um sich an seinem Nachbarn zu bereichern :)

WER NACH ALTERNATIVEN UND EINEM ANDEREN GESELLSCHAFTSMODELL, FÜR WAHRE FREIHEIT, SOZIALE GERECHTIGKEIT EINSTEHT muß dieses KORRUPTE Politische SYSTEM NICHT MEHR WÄHLEN!!

WBoehme

22.09.2013, 13:24 Uhr

Oh je, dieses Statement weckt in seiner Art bei mir Erinnerungen an DDR-Fernsehen.
Man bekennt sich in einer Art und Weise zum Staat, die keinen Gedanken daran verschwendet, dass Demokratie eigentlich von einem Wechselspiel aus Regierung und Opposition geprägt sein sollte.

In funktionierenden Demokratien sollte die Opposition eine echte Alternative und zugleich scharfe Kontrollinstanz der Regierung sein, also eine stete Herausforderung für die jeweils Herrschenden sein.
Mit einem bequemen Allparteien-Konsens, großen Koalitionen oder informellen großen Koalitionen, wie wir es die letzten Jahre hatten, ist dieses Wechselspiel nicht mehr vorhanden. Ein kritisches I-Tüpfelchen, wie sie Die Linke darstellt, wird schnell zum Alibi für Meinungspluralismus, wenn der herrschende Parteienblock 80 bis 90% der Mandate oder Stimmen vereinigt.

80-90% "Mehrheiten" sind für mich stets ein Indiz totalitärer Machtverhältnisse, in denen es keine wirklich oder schlagkräftigen politischen Alternativen oder Opposition mehr gibt.

Mit anderen Worten: Für mich sind alle Stimmen für die Altparteiengruppierung aus CDU, SPD, FDP und Grüne "verschenkte" Stimmen, indem sie nur das bestätigen, was ist und den demokratischen Wettstreit und die politische Kontroverse zu so wesentlichen Themen wie EUR oder NSA eigentlich verhindern, so auch den möglichen Beitrag der Parteien zur öffentlichen Meinungsbildung von vornherein vereiteln.

Observer

22.09.2013, 14:28 Uhr

Dass man satiriker zu Wort kommen laesst zu einem solchen Thema kann ich ja noch verstehen, denn ein GUTER Satiriker ist auch immer ein guter Beobachter und mit Intelligenz ausgestattet!
Doch Kallmund? Na ja, auch fuer Bier saufende Groeler muss was dabei sein, verstehe!

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