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07.04.2012

09:31 Uhr

Euro-Krise

Die Ursachen bekämpfen

VonSteffen Kampeter

Es genügt nicht, bloß das System des Zahlungsverkehrs zu verändern - damit behandelt man nur die Symptome der Krise. Das kann nicht im deutschen Interesse sein.

Der Euro ist viel Arbeit. dpa

Der Euro ist viel Arbeit.

Seit einigen Monaten sprechen wir über ein neues Phänomen im internationalen Zahlungsverkehr, das einigen Stimmen in der Politik und in den Institutionen als Anlass zur Sorge gilt: Über das Zahlungssystem „Target 2“ hat die Deutsche Bundesbank Forderungen von mehr als 500 Milliarden Euro gegenüber der Europäischen Zentralbank aufgebaut. Die EZB wiederum hat entsprechende Forderungen insbesondere gegenüber südeuropäischen Zentralbanken in den Büchern.

Es wäre grundlegend falsch, die Target-Salden einfach mit den Garantien zu vermengen, die Deutschland im Rahmen des temporären „Rettungsschirms“ EFSF übernommen hat. Gemeinsam ist beiden Komplexen jedoch, dass es sich dabei um Symptome einer Krise handelt, an deren Bewältigung die Regierungen der Euro-Staaten mit Nachdruck arbeiten.

Steffen Kampeter (CDU) ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. dapd

Steffen Kampeter (CDU) ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Deutschland engagiert sich für den Erfolg der Euro-Zone mit allen bisherigen Mitgliedstaaten. Dabei geht es um weit mehr als das Nichteintreten fiskalischer Risiken. Es geht um unser Interesse an einer florierenden Wirtschaft im Euro-Raum, weil sich die europäische Integration als Glücksfall für Deutschland herausgestellt hat. Die starke außenwirtschaftliche Verflechtung Deutschlands sorgt für Wohlstand und sicherere Arbeitsplätze. Dass damit auch Risiken verbunden sind, ist weder ganz vermeidbar noch neu. Aber sie sind hinnehmbar, weil die Vorteile eines offenen Euro-Raums für uns klar überwiegen.

Kommentare (6)

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R.Rath

07.04.2012, 10:16 Uhr

Tja, das ist die Regierungspropaganda, der ich zugestehe, das die gegenwärtig Handelnden, sie sogar für bare Münze nehmen und an sie glauben. Risiken geht man ein, aber keine Abenteuer, so der Glaube, der allerdings nichts ist als eben nur ein Glaube.
Die Risiken werden sich als die wahren Abenteuer erweisen, die man vermeiden will und entsprechend schwieriger zu handhaben sein, als das "Abenteuer" das man jetzt scheut.
Das Märchen der einheitliche Euro-Raum würde Deutschland und der deutschen Wirtschaft mehr Nutzten bringen als der Vor-Euro Zustand, in dem Deutschland ebenso in den seinerzeit geltenden EWG beziehungsweise EG Raum exportiert hatte, ist nur die leuchtende Vorderseite des Mondes während man die finster Rückseite tunlichst vermeidet zu benennen, nämlich das Herunterkonkurrieren der Volkswirtschaften der PIGS- Staaten mit allen Fogen, die daraus erwachsen sind.
In gleichem Umfang wie die angestrebte Gesundung der PIGS voranschreiten würde, was überhaupt nicht ausgemacht ist, wahrscheinlich ist eher das Gegenteil zu vermuten, würde der deutsche "Exportvorteil" auch wieder zusammenschmelzen.
Der Euro ist die Schimäre und das Trugbild das aufgebaut wurde und als solches propagiert wird, um es als Vehikel zu benutzen die zentralregierten "Vereingten Staaten von Europa" ins Werk zu setzen, die mit Verlust der staatlichen Souveränität der Einzelstaaten des Verbundes, das eigentliche politische Ziel aller Anstrengungen ist und der Risiken und Abenteuer, die man eingeht mit allen möglichen Folgen, die daraus erwachsen können.
Das ist die Verantwortung der gegenwärtig handelnden Politiker. Bei einem Mißerfolg ihrer Politik, die zumindest in Hinblick auf die Fiskalunion klar verfassungswidrig ist, werden sie auch die Konsequenzen zu tragen haben.

DrHerschel

07.04.2012, 10:58 Uhr

Liebe Leute, wo soll dieses Wachstum denn herkommen? Das wird nicht funktionieren! Stattdessen sollten wir uns des Schuldendienstes entledigen; einfach Staatsanleihen abwerten, jedes Jahr, 10% weniger Rückzahlung, in 10 Jahren ist Europa schuldenfrei!

claude

07.04.2012, 13:51 Uhr

merkt euch die namen dieser volksbetrüger!
die mit einer dreistigkeit weiterhin lügen verbreiten und sie dazu noch von dem medienabschaum sprich zionisten springerverlag dazu unterstützt werden.

steffen kampeter,derjenige der sich versteckt wenn das land ruiniert ist und von gewissen freunden einen schönen lebensabend finanziert bekommen...

höchste zeit das den selbsternannten "verantwortlichen"bei nachgewiesenem betrug die rechnung präsentiert wird...

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