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05.11.2012

07:06 Uhr

Gastbeitrag

„Für Europa wäre die Wahl von Romney ein Schock“

VonNiels Annen

Die Liste der Politikberater Romneys verheißt nichts Gutes für Europa. Kein Wunder, dass der Republikaner hierzulande als Präsident keinen Rückhalt hätte. Doch auch unter Barack Obama würde nichts so bleiben wie es ist.

Niels Annen, SPD-Außenexperte. PR

Niels Annen, SPD-Außenexperte.

Keine Frage, für die meisten Europäer wäre die Wahl von Mitt Romney ein Schock. Laut einer Umfrage des German Marshall Funds würden 75 Prozent der Europäer Barack Obama wählen, in Deutschland erfreut sich der Präsident gar einer Unterstützung von sagenhaften 87 Prozent, mit nur 5 Prozent liegt die Unterstützung für seinen Kontrahenten Mitt Romney nur knapp über der statistischen Wahrnehmungsschwelle.

Angesichts dieser Zahlen ist es kein Wunder, dass die Wahrnehmung des Wahlkampfes in Deutschland stark von der Sympathie für Präsident Obama geprägt ist. Dass ein Sieg Romneys überhaupt zu einer realistischen Möglichkeit geworden ist, erscheint für viele deutsche Beobachter unverständlich. Diese Bewertung übersieht die tiefen ökonomischen Probleme des Landes, in dem seit Franklin Roosevelt zu Zeiten der Großen Depression kein Präsident mehr mit einer Arbeitslosenquote von über 8 Prozent wiedergewählt worden ist.

Angesichts der ökonomischen Ausgangslage ist es umgekehrt also eher bemerkenswert, dass der Präsident, wenn auch denkbar knapp, vorne liegt. Sollte Obama gewinnen, dann sicher nicht allein, weil die Wirtschaft in den letzten Monaten erneut Anzeichen einer langsamen, aber stetigen Erholung gezeigt hat.

Da auch deutsche Medien mit genussvoll ausgebreiteten Berichten über abstruse Positionen einer sich immer stärker radikalisierenden Republikanischen Partei („Legitime Vergewaltigung“) die Vorurteile ihrer deutschen Leserschaft über die USA bedienen, bleibt meist nur dieser unappetitliche Teil der gesellschaftlichen Entwicklungen im Bewusstsein. Dabei sind es dramatische und von uns viel zu wenig beachtete Veränderungen innerhalb der amerikanischen Gesellschaft, die die Grundlage für eine mögliche zweite Amtszeit Barack Obamas legen.

Während Mitt Romney sich in seiner Kampagne auf die traditionelle weiße Wählerschaft konzentriert (und hier eine solide Mehrheit gewinnen wird), hat die Obama-Kampagne von Anfang an die neuen demographischen Realitäten des Landes zur Grundlage ihrer Kampagne gemacht. In einigen Umfragen liegt Obama etwa bei Latinos mit bis zu 50 Prozentpunkten vor seinem Konkurrenten, und es sind vor allem Erfolge bei der Registrierung von Afroamerikanern und Latinos in den umkämpften „swing-states“, die Obamas Strategen in seinem Hauptquartier in Chicago Zuversicht ausstrahlen lassen.

Kommentare (70)

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Guido

05.11.2012, 07:27 Uhr

Habe schon lange keinen so schwachen Artikel beim Handelsblatt gelesen. Ist nur Wahlwerbung in Sachen Obama und SPD, total peinlich.

GoToHELLas

05.11.2012, 07:41 Uhr

Obama beliebt? Hier in Deutschland? In Europa? Also bitte.
Aber werft ihm noch einen Friedensnobelpreis hinterher. Guantanamo hat er ja geschlossen, den Irak befriedet und seine Truppen aus Afghanistan abgeschoben.
Nichts hat dieser Versager vor der Weltgeschichte erreicht!

na-und

05.11.2012, 07:53 Uhr

Wieviel hat der Herr Gastkommentator bekommen? Bevor überhaupt gewählt wurde, gibt es hier schon wieder diese Klugsch.. und Besserwisser. Rat: Besser machen SPD! und den Genossen Schlankheitskuren befehlen.

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