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25.05.2012

19:17 Uhr

Gastbeitrag

Gut gemacht, Chefin!

VonHeiner Thorborg

Angela Merkel führt ihre Regierung, wie es in der Wirtschaft gang und gäbe ist. Und doch hagelt es Kritik. Dabei handelt Merkel nur wie ein Manager. Endlich mal - sagt einer der bekanntesten Headhunter Deutschlands.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Härte gezeigt. dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Härte gezeigt.

Wirklich recht machen kann Angela Merkel es keinem. Bisher war sie in der Kritik, weil sie Leute wie Ministerpräsident Roland Koch oder Wirtschaftsfachmann Friedrich Merz einfach weggebissen habe. Nun hat sie offen auf den Tisch gehauen und Norbert Röttgen schlicht die Entlassungspapiere in die Hand gedrückt, und es ist wieder verkehrt: So grob könne eine Bundeskanzlerin nicht mit Mitarbeitern umgehen, heißt es nun.

Natürlich kann sie! Diese Frau führt ja nicht den Kleinkleckersdorfer Anzeiger, sondern eine der größten Wirtschaftsnationen der Erde und sie hat daher nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, das bestmögliche Team zusammenzustellen, in dem sie jedem einzelnen vertrauen kann. Bei Röttgen war das nicht mehr gegeben, der Mann hat es nämlich erstens als Minister für Umwelt und Reaktorsicherheit geschafft, sich mit der kompletten Energiewirtschaft zu überwerfen und war zweitens dumm genug, im Wahlkampf um das bevölkerungsreichste Bundesland durchschimmern zu lassen, dass er auf Landespolitik überhaupt keine Lust hat.

Heiner Thorborg gehört zu den bekanntesten Personalberatern Deutschlands. PR

Heiner Thorborg gehört zu den bekanntesten Personalberatern Deutschlands.

Wenn sich Menschen in der Wirtschaft so geschäftsschädigend verhalten, wird von ihnen erwartet, dass sie die Verantwortung übernehmen und ihren Posten räumen – und wenn sie nicht freiwillig die Konsequenzen ziehen, dann fliegen sie eben raus.

Das ist in nordamerikanischen Unternehmen so, in britischen, schweizerischen und auch in deutschen. Für Merkel als CEO der Firma Deutschland war es daher richtig, ein Exempel zu statuieren: Gelegentlich muss ein guter Chef nicht taktieren, sondern Zeichen setzen.

Kommentare (25)

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seiltanzheiner

25.05.2012, 19:52 Uhr

komisch ein guter chef steht zu seiner mitverantwortung und opfert nicht die wurst,die er in die schlacht geschickt hat,um diese nach der verlorenen schlacht abzuservieren.

thorborg sollte sich besser informieren,bevor er seinen senf dazu gibt und sich bei erika einkratzt

2te wahl bleibt eben 2te wahl

empfehle einen blick in den bundesanzeiger ne bilanz wien schüttelfrost

Account gelöscht!

25.05.2012, 20:05 Uhr

Quatsch! Demokratie ist kein Wirtschaftsunternehmen.

azaziel

25.05.2012, 20:08 Uhr

Zitat: “Wirklich recht machen kann Angela Merkel es keinem.” Die Tragoedie hat ihren Ursprung darin, dass Angela Merkel versucht es jedem recht zu machen. Diesmal wollte sie es denen recht machen die sagen: Zitat “Merkel taktiert, trifft keine Entscheidungen, bleibt im Vagen” und natuerlich ist sie vor Seehofer eingknickt. Angela Merkel hat keine Ueberzeugungen und folgedessen auch kein Konzept! Auch heute wieder kam ein unsaeglich schwacher und voellig undurchdachter Vorschlag aus dem Hause Merkel, naemlich die Schaffung von Sonderwirtschaftszonen in Europa. Ach du dickes Ei! Es ist Merkel, die endlich gefeuert werden muss!

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