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28.04.2013

14:56 Uhr

Gastbeitrag zu grünen Steuerplänen

„Kampfansage an die Mittelschicht“

VonReiner Holznagel

Die Steuerpläne der Grünen belasten die Mittelschicht über Gebühr und werden dem Arbeitsmarkt massiv schaden. Und die Vermögensabgabe ist kaum mit dem Grundgesetz vereinbar, urteilt der Präsident des Steuerzahlerbunds.

Steuerzahlerbund-Präsident Reiner Holznagel. dapd

Steuerzahlerbund-Präsident Reiner Holznagel.

Die Steuerpläne der Grünen sind eine Kampfansage an die Mittelschicht in Deutschland. Mit den geplanten Erhöhungen im Einkommensteuertarif werden mittlere Einkommen deutlich stärker belastet. Es werden aber auch kleine Einkommen gebeutelt, insbesondere wenn es um Ehen geht, in denen die Eheleute unterschiedliche Einkommen erzielen. Diese Ehepaare müssen unter den Grünen alle deutlich mehr Steuern zahlen. Erinnert sei an dieser Stelle auch an die vielen weiteren Belastungsverschärfungen, wie z. B. bei der Dienstwagenbesteuerung.

Abgesehen von der Einkommensteuer wird die Steuerpolitik der Grünen aber auch negative Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt haben. Beispielsweise wird die geplante Substanzbesteuerung in Form einer Vermögensabgabe und auch einer Vermögensteuer gerade bei mittelständischen Unternehmen, die das wirtschaftlichen Rückgrat in Deutschland sind, Arbeitskräfte kosten. Erste Beispielrechnungen machen das Ausmaß deutlich.

So plant ein Unternehmen mit derzeit etwa 350 Angestellten unter dieser Steuerpolitik keine weiteren Einstellungen mehr vorzunehmen, weil das notwendige Investitionskapital für die Steuerschuld benötigt wird. Sollte sich die Wirtschaftslage sogar verschlechtern, dann sind Entlassungen mehr als wahrscheinlich.

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Diesen arbeitslosen Menschen nützt ein höherer Grundfreibetrag dann gar nichts mehr, denn sie sind ohne eigenes Einkommen. Und die Menschen, die weiterhin arbeiten, werden durch die Steuerpläne von Rot-Grün weiterhin zusätzlich zur Kasse gebeten, da die Kalte Progression beibehalten wird. Auch hiervon sind gerade kleinere und mittlere Einkommen stark betroffen. Eine nachhaltige Steuerpolitik für Deutschland sind die Pläne der Grünen damit leider nicht.

Kommentare (51)

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Gast

28.04.2013, 15:11 Uhr

Nichts vor dem 22.9. ist eine Ansage. Alles heisse, mittlerweile stinkende Luft.

Account gelöscht!

28.04.2013, 15:19 Uhr

"So plant ein Unternehmen mit derzeit etwa 350 Angestellten unter dieser Steuerpolitik keine weiteren Einstellungen mehr vorzunehmen, weil das notwendige Investitionskapital für die Steuerschuld benötigt wird."

Ein Unternehmen plant jetzt schon für einen grünen Wahlsieg? Wer soll denn das -insebsondere letzteres- glauben? Ist wohl wieder mal Panikmache und spielt mit der Angst der Menschen.

Steuerzahlungen und erst recht -erhöhungen lehne ich generell ab, solange die Bunderegierung unter dem Einfluss einer fremden Macht steht und nicht aufhört die Kohle in Europa zu verschenken. Dann und wenn es auch Einsparungen im völligen irren Verwaltungshaushalt der BRD gibt, wenn also allgemein die Vernunft wieder Einzug im deutschen Haushalt eingezogen ist, kann man darüber reden.

Account gelöscht!

28.04.2013, 15:30 Uhr

Deutschland schafft sich - wer steckt dahinter?

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