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20.03.2012

11:47 Uhr

Gastkommentar

Autoren nehmen Veröffentlichungen selbst in die Hand

VonJörg Dörnemann

Statt sich mit Verlagen um einzelne Sätze und Honorare zu streiten, publizieren Autoren ihre Bücher lieber über das Internet selber - mit Erfolg.

Jörg Dörnemann ist Geschäftsführer der Self-Publishing-Plattform epubli.de des Holtzbrinck-Verlags. Handelsblatt

Jörg Dörnemann ist Geschäftsführer der Self-Publishing-Plattform epubli.de des Holtzbrinck-Verlags.

Letzte Woche schaute die Buchbranche und das Feuilleton wieder gebannt nach Leipzig zur alljährlichen Buchmesse. Die Verlage stellten ihre Neuerscheinungen vor, die kulturelle Prominenz gab sich die Klinke in die Hand. Dennoch: Die Stimmung war durchwachsen die Branche durchlebt turbulente Zeiten. Elektronisches Lesen kann nicht mehr kleingeredet werden und wird unsere Lese- und Kaufgewohnheiten nachhaltig verändern. Schon der Jahresstart war für viele Akteure katastrophal.

Beim stationären Buchhandel strauchelt mancher Riese und versucht mit drastischen Restrukturierungen der zunehmenden Dominanz amerikanischer Technologiekonzerne Herr zu werden. Unter den Verlagsvertretern stellt sich mancher die Frage, ob dies die ersten Vorzeichen einer ernsthaften Krise sind.

Profiteure der Digitalisierung des Buchmarktes sind vor allem die Autoren. Online-Handel, Digitaldruck, Soziale Netzwerke und eBooks bieten großartige Möglichkeiten, das eigene Buch oder eBook ohne finanzielles Risiko im Self-Publishing zu veröffentlichen und den Lesern zu präsentieren. Ein digitaler Trend, der nun auch den Mainstream erreicht. Drei Erfolgsbeispiele unterschiedlicher Autoren, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und Lösungswege aufzeigen:

Mit seinem Blog Exciting Commerce gilt Jochen Krisch als einer der Alpha-Blogger Deutschlands und ausgewiesener Experte für E-Commerce. So verwunderte es nicht, dass er sich schon im April letzten Jahres mit dem Thema Self-Publishing publizistisch auseinandersetzte und auch gleich ein Buch veröffentlichte. Was dann passierte übertraf die Erwartungen des Autors bei weitem: Knapp 9.000 Euro Gesamtumsatz wurden seitdem mit Buch und eBook erzielt, von denen gut 30 Prozent als Autorenhonorar ausgezahlt wurden.

Kommentare (1)

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20.03.2012, 16:45 Uhr

Vor langer Zeit veröffentlichte ich Artikel in Fachzeitschriften. Die Honorare waren (und sind wohl bis heute) lächerlich und decken bestenfalls den Aufwand ab, den man bei der Kommunikation mit dem Verlag hat - der Artikel deutet das ja an.

Heute veröffentliche ich meine Texte dann und so, wie ich das für sinnvoll halte - in meiner Website. Dort kann ich sie so lange verfügbar halten, wie ich das für sinnvoll halte. Manche aktualisiere oder überarbeite ich von Zeit zu Zeit.

Über die VG Wort komme ich jedes Jahr auch noch zu ein paar 100 EUR dafür. Das wichtigste Ergebnis dieser Aktivitäten sind aber die Links auf meine Website. Denen verdanke ich eine Google-Pagerank von 5 "oben" und 3 tief "unten" in meiner Website. Ergebnis: Für so manchen Suchbegriff tauche ich ganz vorne in den Trefferlisten auf.

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