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25.04.2012

21:41 Uhr

Gastkommentar

Boni für gute Lehrer

Die Politik muss sich dringend etwas einfallen lassen, wie sie fähige und junge Leute für den Lehrerberuf begeistert. Es ist höchste Zeit für ein leistungsorientiertes Gehalt für Lehrer.

Junge Lehrerin im Mathematikunterricht: Umfassende Boni für gute Lehrer. obs

Junge Lehrerin im Mathematikunterricht: Umfassende Boni für gute Lehrer.

DüsseldorfWer gute Arbeit macht, bekommt mehr Gehalt. Dieses Prinzip ist ausgerechnet in der Berufsgruppe außer Kraft gesetzt, die für unsere Gesellschaft mit am wichtigsten ist: die Lehrer. Es ist also höchste Zeit für eine stärker leistungs- und ergebnisorientierte Bezahlung im Schuldienst.

Mehr als die Hälfte der Lehrer ist selbst dafür, dass der Verdienst von der Leistung abhängt. Dies ergab eine repräsentative Allensbach-Umfrage im Auftrag der Vodafone Stiftung, die gestern in Berlin vorgestellt wurde.

Bisher genießt ein großer Teil der Lehrer in Deutschland den Beamtenstatus. Auch diejenigen, die Angestellte im öffentlichen Dienst sind, haben einen sicheren Arbeitsplatz. Das Gehalt, das im internationalen Vergleich relativ hoch ist, steigt automatisch mit zunehmenden Dienstjahren. Ob die Schüler wirklich etwas lernen, spielt keine Rolle.

Der Autor leitet das Projekt „Soziale Mobilität“ der Vodafone Stiftung und der Stiftung neue Verantwortung. PR

Der Autor leitet das Projekt „Soziale Mobilität“ der Vodafone Stiftung und der Stiftung neue Verantwortung.

Das ist in etwa so, als würde ein Unternehmen allen Mitarbeitern regelmäßig den Lohn erhöhen, unabhängig davon, wie viel Umsatz sie erwirtschaften. Das Unternehmen ginge bankrott. Die Schule ist aber nicht irgendein Unternehmen. Einen Bankrott können wir uns hier nicht leisten. Doch wir steuern geradewegs darauf zu: Laut Statistischem Bundesamt verließen zuletzt im Jahr über 50 000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Das kann nicht allein an den Schülern liegen.

Internationale Studien haben ergeben, dass die Leistungen der Schüler, insbesondere der Lernschwächeren, deutlich steigen, wenn die Lehrer hierfür einen finanziellen Anreiz erhalten. Und ein Vergleich, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln durchgeführt hat, ergab: Umfassende Leistungszulagen für Lehrer gibt es unter anderem in Finnland und den Niederlanden. Diese Länder haben im letzten Pisa-Test deutlich besser abgeschnitten als Deutschland.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

25.04.2012, 22:29 Uhr

Ich bin Lehramtsstudent(Gymnasialstufe) und in Berlin Kreuzberg zur Schule gegangen. Ein Belohnungssystem finde ich zweischneidig.Man kann den Lernerfolg nicht alleine von der Lehrkraft abhängig machen.Lehrkräfte müssten gleichviel Budget für die Beschaffung von Lehrmaterial zur Verfügung haben. So gibt es eine enorme Divergenz zwischen Berlin und Baden-Würtemberg.Baden-Würtemberger Lehrer können im Gegensatz zu Berliner Lehrern ganz einfach zum Schulsekretariat gehen und Bücher ordern, für die es im Bundesland Berlin kein Geld gibt, oder welche die sozial Schwachen dann selbst anschaffen müssen (?).
Außerdem müssten die Klassengrößen ganz einfach halbiert werden, dann verdoppeln sich auch die Ergebnisse in der Pisa Studie, bei welcher ich mich ohnehin frage wieso man sich immer so blind auf sie beruft. Was sagt diese denn wirklich aus? Sie kann doch nur empirisch messbare Ergebnisse wiedergeben. Nicht aber soziale Kompetenzen wie Empathie oder Menschenkenntnis, welche Schüler für viele Berufe im späteren Leben brauchen werden, sei es z.B. in Managementpositionen, im Krankenhaus oder in Monatageteams bei VW o.ä.. Das Leben und die Berufswelt besteht mehr als nur aus zahlen.Z.B. aus Menschenverstand.

Man sollte Gymnasien abschaffen.Das befördert die Spaltung der Gesellschaft, Perspektivlosigkeit und am Ende in sozialen Brennpunkten zu Homegrown terrorists. Al-Quaida bietet jedem eine Perspektive der nur will.Tun deutsche Firman das auch?Das bezweifle ich. in Deutschland kommt es nicht darauf an was man kann, sondern was auf dem Papier steht.Guttenberg hat das System zum Narren gehalten.
Außerdem: Die Firma mit der erfolgreichsten Marke der Welt, Apple, setzt, als ihr Zukunftsgeschäft, auf den Bildungsmarkt und beliefert derzeit schon Schwellenländer(z.B: Türkei) mit neuartiger Bildungsinfrastruktur. Wenn das mal kein Zeichen ist! Wer an der Bildung spart ist selber schuld. Qualität hatte schon immer ihren Preis.

XRay

25.04.2012, 22:43 Uhr

Erstmal brauchen wir ein Zentralabitur, damit man die Leistungen der Lehrer vergleichbar werden und man die
Minderleister rausfindet.
Man darf es nicht so machen wie bei der Öko-Wende:
Erst die Windmühlen hinstellen und sich dann fragen, wie
man den Strom transportiert.
Die Dummheit und Arroganz der Etablierten Politischen Kaste wirds schon richten.
Nicht umsonst gewinnen die Piraten.

SabineM

25.04.2012, 23:02 Uhr

Was für ein Gesülze! Schon mal gehört, wo Apple seine Produkte produzieren lässt und unter welchen Bedingungen?! Lehrer sind überbezahlte Halbtagsjobber.

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