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02.03.2014

15:15 Uhr

Gastkommentar

Investoren entdecken Europa neu

VonAlexandra Hartmann

Nach der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre verwundert es nicht, dass Europa lange Zeit der Ladenhüter unter den globalen Aktienregionen war. Doch die Stimmung unter Investoren dreht.

Die Flagge der EU: Europäische Aktien entwickelten sich lange Zeit schwächer als andere. dapd

Die Flagge der EU: Europäische Aktien entwickelten sich lange Zeit schwächer als andere.

Europäische Aktien sind wieder gefragt. Europäische Aktienfonds konnten laut Zahlen des Datenanbieters Lipper nach elf aufeinander folgenden Quartalen der Nettomittelabflüsse nun seit gut einem Jahr stetige Zuflüsse verzeichnen.

Aber noch immer werden die Börsen Europas von vielen Investoren kritisch beäugt. Die vielen Negativschlagzeilen zu Schuldenkrise, Sparzwängen und wirtschaftlichen Rückschlägen, die kurzfristig auch die Aktienkurse bewegen, überdecken nachhaltig die fundamentalen Fakten. Aber gerade diese noch weit verbreitete Skepsis birgt Chancen für Anleger, die bereit sind, ihren Blick zu schärfen und durch die Wolkendecke der makrogetriebenen Berichterstattung genauer auf den Zustand der europäischen Unternehmen zu schauen. Sie werden feststellen, dass europäische Aktiengesellschaften sehr gutes Wachstums vorweisen können trotz eines nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in ihren Heimatmärkten.

Alexandra Hartmann ist Portfoliomanagerin bei Fidelity Worldwide Investment.

Alexandra Hartmann ist Portfoliomanagerin bei Fidelity Worldwide Investment.

Wie eine Untersuchung von State Street für den Zeitraum von 1980 bis 2013 verdeutlicht, hinkt Europa zwar beim durchschnittlichen Wirtschaftswachstum der weltweiten Wachstumsrate hinterher, doch das Gewinnwachstum europäischer Unternehmen ist über denselben Zeitraum im globalen Vergleich stärker gestiegen. Warum das so ist liegt auf der Hand. Firmen wie Audi, Hermès, Nestle und Inditex (Zara), um nur eine Hand voll zu nennen, sind international aufgestellt und global führend und konnten die Schwächen in Heimatmärkten durch globale Positionierung ausgleichen.

Auch haben sie sich sehr gut den vorhandenen Situationen angepasst und ihre Margen durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, durch technologische Verbesserungen und sehr gute Produkte beibehalten können. Durch diesen fokussierten Managementansatz sind sie in der Lage, weiterhin attraktive Renditen für ihre Aktionäre zu erwirtschaften.

Die Chancen stehen also gut, dass hochwertige europäische Unternehmen ihren Gewinnvorsprung halten werden – zumal die Aussichten für Gewinnwachstum und Investitionen sich merklich verbessern. Das haben die Unternehmen selbst bereits erkannt und meine Kollegen und ich hören es im persönlichen Austausch täglich. Die Firmen haben gut gewirtschaftet. Ihre Bilanzen weisen unterdurchschnittliche Verschuldung auf – oft sogar signifikante Bargeldbestände – und somit zieht auch das Geschäft der Übernahmen und Fusionen wieder an.

Kommentare (1)

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03.03.2014, 10:05 Uhr

Da dreht gar NIX!
Europa ist gefangen in einer Ökosozialistischen Ideologie. Diese Ideologie setzt auf Inovationsverhinderung und Technikfeindlichkeit (Forschung und Entwicklung)
Die Energiewende/EEG ist ein Paradebeispiel, für den Rückschritt der europäischen Technikfreundlichkeit/Weiterentwicklung.
Auch die EURO-Währungsrettung ist alles andere als attraktiv für wirtschaftliche langzeit Investoren!
EEG/Energiewende und ESM/Euro-Schulden-Banken-Länder Rettung stehen einer Marktwirtschaft feindlich gegenüber und damit auch den wirtschaftlichen Realinvestoren.
Nur Abzocker und Spekulanten verdienen an dieser grünsozialistsichen Ideologie-Diktatur von Energiewende-Energieeinsparparolen und EURO-Bürgschaften-Verschuldung!

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