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28.10.2013

08:17 Uhr

So entlassen Sie Mitarbeiter

„Kurz und schmerzlos ist es am besten“

VonPeter Holzer

Stellenabbau und Sparprogramme stehen etwa bei Siemens, BASF, Lanxess oder Evonik an. Wer die heikle Botschaft überbringt, muss auch unter Druck souverän bleiben. Ein Berater gibt Tipps für stressige Personalgespräche.

Beschäftigte erfahren eine schlechte Nachricht über die Zukunft ihres Betriebs (Archiv). Imago

Beschäftigte erfahren eine schlechte Nachricht über die Zukunft ihres Betriebs (Archiv).

Wenn Firmen sanieren oder sparen, muss die Nachricht irgendwann den Mitarbeitern überbracht werden: mal im Vier-Augen-Gespräch, mal in kleinen Gruppen oder auf einer Betriebsversammlung. Der Druck ist in dieser Situation für die Beteiligten groß – vor allem, wenn Presse oder Politik ins Spiel gebracht werden.

Die Emotionen kochen dann schnell hoch und die Botschaft wird persönlich genommen. Wie können ich Manager in solchen Situationen souverän verhalten und emotional dennoch aus der Schusslinie bleiben?

Peter Holzer ist Unternehmensberater in Köln.

Peter Holzer ist Unternehmensberater in Köln.

Entscheidend für die auf andere Menschen ist dabei auch die Körpersprache und Betonung. Wenn Sie wollen, dass der andere Ihre Aussage als glaubwürdig aufnimmt, kommt es auf eine monotone, flache Stimmlage an und am Satzende muss die Betonung runtergehen.

Das Kinn sinkt auf der letzten Silbe ebenfalls ein Stück nach unten. Sie kennen dieses Stimm-Muster zum Beispiel von einem Piloten. Beim Zuhören sitzen Sie schweigend da und machen keine zustimmenden Laute.

Manager berichten mit immer wieder, dass es ihnen schwerer fällt, dominant wirkenden Menschen eine heikle Botschaft zu übermitteln. Der typischste „Fehler“ ist dann, dass sie in eine schwach wirkende Körpersprache abrutschen. Der Blick senkt sich betroffen oder der Kopf neigt sich leicht zur Seite. Dadurch verändert sich meistens auch die Stimme. Sie ist dann nicht mehr bestimmt, sondern bekommt eine leicht auf- und absinkende Tonlage und die Betonung geht am Satzende hoch. Dadurch geht aber der Respekt in den Augen des dominanten Gesprächspartners verloren.

Damit Manager als würdiger Gesprächsgegner wahrgenommen werden, ist es entscheidend, dass sie im Piloten-Modus bleiben. Dazu gehört, bei der Kernbotschaft den Blickkontakt zu halten – ähnlich wie bei zwei Boxern, die sich vor dem Kampf Auge in Auge gegenüberstehen. Damit das unter Druck gelingt, müssen Manager ihre Körpersprache üben.

Kommentare (9)

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Prophet

28.10.2013, 08:46 Uhr

man kann nur hoffen, dass all diese angeblich ja so wichtigen Vorzeigekonzerne, mit ihrer menschenverachtenden Unternehmenspolitik, bald allesamt über die Wupper gehen.

PitOLaun

28.10.2013, 08:57 Uhr

Ist schon erstaunlich mit welcher Methode (?) z.T existentielle Fragestellungen verfrühstückt werden sollen. "Roger and over" / "Mission accomplished"

Gerhard1711

28.10.2013, 10:02 Uhr

Wer so etwas hier öffentlich schreibt hat definitiv einen an der Waffel!!!!

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