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01.10.2012

13:28 Uhr

Wolfgang Kubicki

„Steinbrück kann Kanzler - mit der FDP“

VonWolfgang Kubicki

Statt mit den Weltverbesserungsplänen der Grünen zu harmonieren, sollte Peer Steinbrück die pragmatische Lösung wählen und mit den Liberalen paktieren - denn die sind ihm näher als er zugeben möchte.

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki. dapd

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki.

Peer Steinbrück tritt als Kandidat für die Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl gegen Angela Merkel an. Aus der sogenannten Troika hat sich damit derjenige durchgesetzt, dem nicht nur ich, sondern viele weitere Kenner des politischen Parketts die größten Chancen einräumen, sich gegen die Kanzlerin zu behaupten.

Die SPD hat mit seiner Benennung zum Kandidaten eine kluge Entscheidung getroffen. Sie macht deutlich, dass sie auf Sieg setzt. Fakt ist: Peer Steinbrück ist der stärkste Konkurrent für Angela Merkel und hat zudem einen deutlichen Kompetenzvorteil gegenüber allen anderen aus der SPD. Das werden auch die Linken innerhalb der Sozialdemokratie erkennen.

Mit Peer Steinbrück ist es möglich, pragmatische Lösungen zu erarbeiten. Er handelt ergebnisorientiert, ist ein Freund klarer Worte und hat einen fast britischen Humor, der bis an die Beleidigungsgrenze geht - was auf einen interessanten Wahlkampf hoffen lässt.

Peer Steinbrück und ich kennen uns seit über 40 Jahren. Wir haben gemeinsam studiert, gemeinsam das Examen abgelegt, gemeinsam für Schleswig-Holstein politisch gewirkt. Er ist seit über 40 Jahren Mitglied der SPD, ich bin seit über 40 Jahren überzeugter Liberaler. Schon allein deshalb müsste man sagen, dass Sozial- und Freie Demokraten gut miteinander reden können. Es ist die Konstellation zwischen Merkel und Steinbrück, die es auch der FDP erlaubt, den Beitrag des Liberalismus zur Beantwortung der Zukunftsfragen wieder so deutlich in Erscheinung treten zu lassen, dass für die FDP bei der Bundestagswahl ein gutes Ergebnis erzielt werden kann.

Peer Steinbrück kann Kanzler, und ich halte ihn für einen Ausnahmepolitiker in Deutschland, intelligent, messerscharf analysierend. Hinzu kommt, dass ich der festen Überzeugung bin, dass es bei der Bewältigung von Krisen, der aktuellen Staatsschuldenkrise, aber auch der zunehmenden Krise durch islamistisch motivierte Gewalt, weltweit auf Persönlichkeiten ankommt, die Politik nicht unter PR-Gesichtspunkten betreiben, auch wenn sie sich gelegentlich öffentlichkeitswirksam in Szene setzen.

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Einen solchen Typus Politiker verkörpert der designierte Kanzlerkandidat der SPD. Ich habe es hautnah erlebt, wie Peer Steinbrück im Ringen mit den Grünen immer wieder versucht hat, notwendige Verkehrsinfrastrukturprojekte in Schleswig-Holstein umzusetzen, die er für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes für unerlässlich hielt. Ich kenne aus eigener Anschauung die Kämpfe in der Sache, weil Peer Steinbrück eine ideologische oder moralische Überfrachtung von Aussagen in der Auseinandersetzung nicht nur wesensfremd, sondern zuwider war und ist. Deshalb muss ich über seine Aussage schmunzeln, er kämpfe für Rot-Grün.

Für mich steht die Kompetenz von Peer Steinbrück außer Frage. Nur er kann im anstehenden Bundestagswahlkampf des Jahres 2013 der Kanzlerin das Wasser reichen und für die SPD mit ihr in den Wettbewerb um die Führung in Deutschland treten.

Kommentare (25)

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Account gelöscht!

01.10.2012, 13:34 Uhr

Ist doch eh festgelegt dass er es wird....der restliche Pöbel geht wählen :D und glaubt den Zirkus auch noch.

Account gelöscht!

01.10.2012, 13:41 Uhr

Herr Kubicki, ohne sie an der Spitze der FDP in Schleswig-Holstein hättet ihr keine 5% erhalten. Die Ansage nach Berlin zu wechseln steht ja schon im Raum. Aber was in Schleswig-Holstein funktioniert, funktioniert in Berlin noch lange nicht.

Ich gehe davon aus, dass die FDP im nächsten Jahr auf Bundesebene im Nirwana verschwinden wird.

Radiputz

01.10.2012, 13:43 Uhr

Kubicki kann offensichtlich nicht Schach spielen. Im Schachspiel gibt es keine "Königin" sondern eine Dame. die Dame ist die Figur im Schachspiel mit den größten Zugvarianten. Nur springen wie ein "Springer" kann sie nicht, ist allerdings an Bedeutung einem "Springer" wie Herrn Kubicki so ziemlich überlegen.
Der König als zentrale Figur im Schachspiel bewegt sich nur in sehr kleinen Schritten auf dem Feld und ein "Schach der Königin" gibt es überhaupt nicht.
So schief wie der Vergleich Kubickis ist, ist sein gesamter Beitrag zur Diskussion.

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