Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.07.2012

14:27 Uhr

B.wertet

Vielfalt als Chance

VonChristine Bortenlänger

Mit einer Sonderbriefmarke wird das Bundesfinanzministerium für die Vielfalt in unserem Land und die Chancen, die sich daraus ergeben – für den einzelnen wie die Gesellschaft. Warum wir mehr Vielfalt brauchen.

Christine Bortenlänger – B.wertet. Christine Bortenlänger leitet ab September 2012 das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt.

Christine Bortenlänger – B.wertet. Christine Bortenlänger leitet ab September 2012 das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt.

Das Amt des Finanzministers auszuüben, löst derzeit wohl alles andere als reine Freude aus.  Allein die spannende Frage, ob die Zustimmung Deutschlands zum Fiskalpakt überhaupt mit unserem Grundgesetz vereinbar ist und was daraus für Europa und den Euro folgen sollte, wenn nicht, dürfte nicht gerade für ein sanftes Ruhekissen sorgen. Aber, selbst dieses schwere Amt hat seine leichten Seiten. Dazu zählt sicherlich die Herausgabe einer Sonderbriefmarke, auch eine feste Domäne des Finanzministeriums. Gestern nun präsentierte Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble die Sonderbriefmarke mit dem Motiv „Vielfalt als Chance“. Darauf zu sehen ist ein „typisch deutsches“ Klingelschild mit den sechs Namen „Yilmaz“, „Kaminski“, „Hanke“, „Peters“, „Krüger“ und „Tozzi“.  Damit jeder versteht, was gemeint ist, prangt darunter die Aufschrift: „In Deutschland zu Hause – Vielfalt“.

Das Bundesfinanzministerium wirbt mit dieser Marke für die Vielfalt in unserem Land und die Chancen, die sich daraus ergeben – für den einzelnen wie die Gesellschaft. Immerhin hat ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland inzwischen Wurzeln in anderen Ländern – rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben bei uns. Am größten ist dieser Anteil bei jungen Menschen und in den Ballungszentren. Dort, wo sich etwas bewegt, könnte man auch sagen.

Unterschiedliche Herkunft, die Verbindung von Kulturen, das gegenseitige Lernen – in der Wirtschaft spricht man hier gerne von Diversity. Die Vielfalt produktiv im Unternehmensinteresse zu nutzen lautet dabei das Credo dieser in den 1960er-Jahren in den USA entstanden Philosophie. Unternehmen, die in einer globalisierten Umgebung punkten wollen, müssen sich auch im eigenen Haus international aufstellen, so ein Gedanke. Wobei sich Diversity hier keinesfalls nur auf die Herkunft bezieht, sondern es werden etwa auch das Geschlecht und das Alter mit einbezogen oder auch unterschiedliche hierarchische Strukturen berücksichtigt.

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

05.07.2012, 14:41 Uhr

Ich kann diesen Gutmenschenmüll nicht mehr lesen. Die Fakten des sozialen Miteinanders von Menschen sprechen eine andere Sprache.

Rechner

05.07.2012, 14:48 Uhr

In den Villenvierteln in denen die Systembonzen wohnen gibt es eben nicht viele migrantische Messerstecher.

So erklärt sich der Realitätsverlust dieser Parasiten.

Rechner

05.07.2012, 14:55 Uhr

Und was hat die "Diversity" in ihrem "Homeland" hervorgebracht?

Mac-Kotz und Arsebook.

Und Kriege überall seit 150 Jahren mit zig Millionen Toten.

Multikult - Nein Danke.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×