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18.01.2009

15:49 Uhr

Citigroup

Halb fertig

VonAntony Currie und Rob Cox

Der Plan der Citigroup, unerwünschte Vermögenswerte und Unternehmensbereiche in einer getrennten Einheit unterzubringen, ist ein guter erster Schritt. Aber die Bank wird noch weiter gehen müssen, wenn sie in ihrem global ausufernden Privatkundenbereich die Spreu vom Weizen trennen will.

Um es gleich ganz deutlich zu machen: Die Citigroup spaltet sich nicht auf. Sie hat lediglich einen Plan dafür entworfen, ein lenkbareres, zuverlässigeres und möglicherweise rentableres Finanzinstitut zu werden. Es muss noch weit mehr getan werden, um die Investoren und die Aufsichtsbehörden davon zu überzeugen, dass ihre seit Jahrzehnten anhaltende Abfolge von Fehlleistungen ein Ende gefunden hat.

Der zentrale Schwachpunkt bei dem Vorhaben von Chief Executive Vikram Pandit ist die Entschlossenheit, den Bereich für institutionelle Investoren weiterhin fest an das weit verzweigte Verbraucherkreditgeschäft zu koppeln. Die Argumente, die die Bank für diese Vorgehensweise vorbringt, klingen sinnvoll. Aber das Institut hatte damals auch gute Gründe dafür genannt, warum es unbedingt zu einem Finanzsupermarkt mutieren müsse – bis diese widerlegt wurden.

Die gute Nachricht besteht darin, dass die Schaffung der Citi Holdings es der Bank mit der Zeit ermöglichen sollte, sich einer Reihe nachrangiger Geschäfte zu entledigen und andere unerwünschte Vermögenswerte herunterzufahren, ohne dabei die Aktionäre übermäßig zu belasten. Insgesamt wird die Citi Holdings über Vermögenswerte in Höhe von 850 Mrd. Dollar verfügen, darunter ein Kreditportfolio über 305 Mrd. Dollar, das teilweise von der US-Regierung gestützt wird.

Diese Teile aus dem Kernbereich zu entfernen – wodurch gleichzeitig die letzteen Spuren, die Sandy Weill bei der Bank hinterlassen hatte, ausgelöscht werden, indem man den Namen Citicorp wieder aufleben lässt –, ist der richtige Schritt nach vorn. Und durch die Ernennung eines eigenen Chefs, der die Verkäufe in die Wege leiten soll, können Pandit und sein Team sich wieder auf das Privatkundengeschäft und die Bereiche für institutionelle Investoren konzentrieren, die die eigentliche Existenzgrundlage des Instituts bilden.

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