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13.01.2012

10:34 Uhr

Connellys Corner

Rente war gestern

VonAnne Connelly

Wieder ein Jahr älter und die Rente könnte entfernter nicht sein. Macht nichts. Denn alt bedeutet künftig mitten im Leben bleiben. Und jung.

Anne Connelly – Connellys Corner. Anne Connelly ist eine Pionierin der Investmentfondsbranche.

Anne Connelly – Connellys Corner. Anne Connelly ist eine Pionierin der Investmentfondsbranche.

Der Start ins neue Jahr freut meinen Teenager-Sohn. Bringt es ihn doch ein großes Stück näher an die drei großen A: Auto, Ausgehen, Alkohol. Erwachsene wie mich erinnert dies nur an ein kleines  A – alt werden. Ich darf mich also freuen, dass ich noch ohne Brille Auto fahre, zum Ausgehen noch Zeit und Energie habe und Alkohol in Maßen vertrage. Prima.

Dabei bin ich als Babyboomer in bester Gesellschaft. Denn die Alten werden immer mehr, immer länger und die Jüngeren immer weniger. Dieser demografische Wandel ist Gift für unser Rentensystem und verlangt nach einer Neuausrichtung, die schon lange eifrig diskutiert und modifiziert wird.

Rente mit 67 ist zurzeit angesagt. In den Sternen steht, unter anderem wie viel die später ausgezahlte gesetzliche Rente,  in Kaufkraft gemessen, wert sein wird. Dies veranlasst mich darüber nachzudenken, welchen Leistungsanspruch wir an die Rente künftig knüpfen sollten, wenn wir gute Teile unseres Systems in die Zukunft retten wollen.

Realistischerweise ist mehr als eine magere Grundabsicherung nicht drin. Sicherlich kein populärer Gedanke, aber es muss mal gesagt werden. Private und betriebliche Vorsorge sind daher extrem wichtig und setzen sich vermehrt durch. In den USA ist dies schon lange gelebte Realität, die sich hierzulande aus meiner Sicht etablieren wird.

Eine Konsequenz ist längere Arbeitszeiten für Ältere, wenn auch nicht mehr Vollzeit. Ist das wirklich so schlimm? Ich finde nein. Im Alter einer Beschäftigung  nachzugehen ist eine Bereicherung  für unsere Gesellschaft. Und aufgrund des demografischen Wandels und mangelnder Fachkräfte fast unvermeidbar. Die Unternehmen profitieren von der Erfahrung und Gelassenheit älterer Arbeitnehmer.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

13.01.2012, 12:01 Uhr

Sie spricht mir aus der Seele.
Die Frühverrenterei war ein riesiger Fehler

entewmarla

13.01.2012, 14:47 Uhr

Alterssicherung in USA basiert auf:
Zinsen z.B. aus Staatsanleihen maroder Staaten oder Währungen.
Dividenden aus z.B. maroden US-Autokonzernen.
Also versucht man z.B. auf Papiere wie z.B. Apple zu wechseln. Apple-Aktien oder auch US-Staatsanleihen basieren auf Chinas Gnaden. Glaubt man wirklich, die Chinesen werden die Alterseinkünfte der US-Rentner erwirtschaften und finanzieren?
Eine Alterssicherung muß auf die Leistungsfähigkeit der eigenen Volkswirtschaft (in Zukunft) basieren! Alles andere wird nicht funktionieren. Meine deutsche gesetzliche Rentenversicherung sagt mir heute nichts anderes als: ca. 60% des zukünftigen Durchschnittlohns.
Wie hoch der dann auch immer sein mag, egal welche Waehrung dann grad gültig ist. Kann natürlich auch ins Auge gehen - aber andere Volkswirtschaften für sich arbeiten zu lassen (auszubeuten), wird nicht ewig funktionieren --> die bauen ihre Armeen auch aus!

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