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13.04.2013

10:30 Uhr

Dutschke spricht

Eine Frage der Extreme

VonMarek Dutschke

Nach einer Provokationsspitze der Grünen Jugend hat sich die Erika Steinbach empört – und kramt erzkonservative Vorurteile heraus. Für den Parteinachwuchs gehört das zum Handwerk. Der Erfolg gibt den jungen Grünen Recht.

Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.

Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.

Die Osterferien sind endlich vorbei. Der Wahlkampf kann nun ernsthaft beginnen. Jetzt ist Schluss mit lustig. Die CDU-Abgeordnete Erika Steinbach eröffnete gleich am 3. April ein unerwartetes Gefecht und bediente sich dabei der uralten Trickkiste konservativer Rhetorik.

In einer Pressemitteilung rückte sie die Grünen in die Nähe der RAF, der Roten Brigaden und des gewaltbereiten „Schwarzen Block“. Ein Hinweis auf den „Subcommandante“ der Straßenschlägerbande „Putztruppe“, Joseph Martin Fischer (Straßenname „Joschka“) durfte natürlich auch nicht fehlen.

Herrje, in welchem Jahr leben wir eigentlich? Ob es auch wieder eine Rote-Socken-Kampagne geben wird? Frau Steinbach lässt sich vom schnöden Zeitgeist natürlich nicht beirren und kämpft stur und starr den Kampf der letzten Erzkonservativen.

Den großen öffentlichen Aufschrei hat Frau Steinbach leider nicht erreicht. Dabei sei die Gefahr doch akut und offensichtlich: Die Grüne Jugend hatte gemeinsam mit der Jugendorganisation der Linkspartei am 1. April eine Kampagne mit dem Motto „Ich bin linksextrem“ initiiert, um die Unzulänglichkeiten des Verfassungsschutzes anzuprangern. Frau Steinbach blieb die ironisch gemeinte Überspitzung dieses Aprilscherzes verborgen, so dass sie umgehend von der Grünen Partei forderte, sich von ihrer Jugendorganisation loszusagen.

Natürlich arbeiten Jugendorganisationen der Parteien mit deutlich unorthodoxeren Methoden als die eigentlichen Parteien. Die Jugend reibt sich eben immer gern an den Älteren und ihren verstaubten Ansichten. Manche Kämpfe müssen wieder und wieder gefochten werden.

Kommentare (7)

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anacondafucker

13.04.2013, 18:41 Uhr

Ein Hinweis auf den Ökofaschisten Fischer sollte eigentlich nie fehlen damit die Bevölkerung immer weiß, wie feudal Ökos
im Rentenalter auf Steuerzahlerkosten mit sogenannten `Filmproduzentinnen`leben.
Haut ab Montag wieder schön rein. Schönes Wochenende!

Reinhard

14.04.2013, 10:59 Uhr

Es geht nicht um die Frage, ob mit Erika Steinbachs Aussagen zu den Grünen Stimmen zu gewinnen sind. Es geht um die Nennung von Tatsachen, die den Grünen heute unangenehm sind. Die Grünen stehen in der ersten Reihe der Garanten, für die Etablierung eines totalitären Regimes in Deutschland. Der "Kampf der Grünen gegen Rechts" ist in Wirklichkeit ein (...) Die persönliche Vergangenheit der maßgeblichen grünen Funktionsträger schließt aus, dass es sich bei diesem Personenkreis um Demokraten handeln könnte. Wölfe im Schafspelz, der Begriff dürfte es besser umschreiben. Es sind doch die Grünen, die allen Anderen eine Läuterung von deren früheren Aussagen versagen. Das ist beispielgebend.

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

wolle100

14.04.2013, 17:35 Uhr

Wie immer: Eine der absolut überflüssigen Kolumnen
von Herrn Dutschke

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