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20.09.2011

11:15 Uhr

Herbert Walter

Herbert Walter – Der Finanzlotse. Herbert Walter führte von 2003 bis 2009 die Dresdner Bank.

Ob ich derzeit in Madrid, Lissabon, Dublin oder anderswo beruflich unterwegs bin – es ist immer das Gleiche. Ich werde von ausländischen Wirtschaftsführern geradezu bedrängt mit Fragen, wie denn die Deutschen über Europa denken und wie wichtig ihnen Europa sei.

Deutlich erkennbar ist das Interesse an der deutschen Politik in den  vergangenen Jahren gestiegen, ebenso wie das Gewicht, das man ihr heute in Europa beimisst. Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte: Wohl selten war die Ratlosigkeit bei den Gesprächspartnern größer. Sie verstehen nicht, warum sich – ganz aktuell – die Regierenden öffentlich über Handlungsoptionen in der Griechenland-Krise streiten und warum die Deutschen gerade jetzt nicht den Schulterschluss üben. „Was will Frau Merkel wirklich?“ heißt eine stereotype Frage, der einfach niemand zur Zeit entkommen kann.

Das zeigt erstens, statt Orientierung zu geben, trägt Deutschland  in dieser Krisensituation eher zur Unsicherheit in Europa bei. Zweitens, Deutschland nutzt den gewonnenen politischen Spielraum nicht so aus, dass er im Ausland auch wahr genommen wird.  Vertane Chancen.

Herbert Walter, geboren 1953 in Prien am Chiemsee, führte von 2003 bis 2009 die Dresdner Bank. Seine Karriere startete er nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre in München bei der der Deutschen Bank.

Kommentare (3)

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Berater-Bank

20.09.2011, 15:28 Uhr

Welcher "ausländische Wirtschaftsführer" kennt denn noch Herbert Walter? Hallo?!

Buerger

20.09.2011, 23:02 Uhr

Was Frau Merkel will? 2012 Jahr wiedergewählt werden; seit inzwischen 3 Jahren. In der deutschen Politik fehlt es seit langem an Visonären mit Mut zur Veränderung. Die alten Konzepte sind gescheitert. Statt aber zu Diagnostizieren wird nur symptomatisch Behandelt. Aber wen wundert dss? Eine umfassende Diagnose würde schließlich bedeuten, eingene Fehler aufzudecken...

Observer

24.09.2011, 09:35 Uhr

Nun, Herr Walter, wie wäre es mit dieser klaren Orientierung: die europäischen Schwellenländer Spanien, Griechenland und Portugal sind sofort aus dem Euroraum auszuschließen (auch wenn es dazu keinen Paragraphen gibt, das wäre nur eine dumme Ausrede) und mit den übrig gebliebenen Ländern versucht man in engem Schulterschluss den Euro zu retten.

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