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30.10.2014

18:01 Uhr

Was vom Tage bleibt

Achtung, hier kommt der Maut-Murks

VonOliver Stock

Die Koalition legt das chaotischste Gesetz ihrer Amtszeit vor. Putins wilde Jagd alarmiert die Nato. Middelhoff soll in Haft, meint zumindest der Staatsanawalt. Wieso das alles, lesen Sie hier im Tagesbericht.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Zum Wohl

Ein Auto soll fahren, ein Wein soll schmecken und im Urlaub soll die Sonne scheinen. So einfach sind unsere Wünsche an grundlegende Dinge. Die arme Pkw-Maut muss mehr leisten. Sie soll auf allen Straßen erhoben werden, aber nur für Autobahnen gelten. Sie soll von allen Autofahrern bezahlt werden, aber nur ausländische zahlen sie wirklich. Der Rest bekommt sein Geld zurück. Sie soll ausländische Fahrer von großen Autos stärker zur Kasse bitten, als die von kleinen. Ein System soll bei Inländern automatisch am Nummernschild abgleichen können, ob die Maut bezahlt wurde, damit die Summe später von der Steuer abgezogen werden kann. Das ganze System soll unterm Strich eine halbe Milliarde Euro Einnahmen bringen. Das Geld soll direkt in den Straßenbau gepumpt werden. Das wäre so, als wenn der Wein nur Menschen, die größer sind als 1,84 Meter schmecken soll. Die anderen bezahlen das Doppelte, bekommen dafür aber nur eine dreiviertel Flasche, auf die es Pfand gibt, das aber nicht ausbezahlt, sondern in den Bau von Altersheimen für ausländische Weinbauern gesteckt wird. Na dann: zum Wohl.

Das Gute an Putins Jägern

Russland ist eine Weltmacht und ringt mit einem schwachen Rubel, einer hohen Arbeitslosigkeitsquote und sinkender Produktivität. Die kleinen Schwächen fallen weniger auf, wenn Machthaber Putin es anderswo ordentlich donnern lässt. Zum Beispiel in der Luft. 25 russische Düsenjäger sind allein gestern haarscharf an Gegenden vorbei geschrammt, wo sie nichts zu suchen haben. Das Gute daran: Es stiegen auch ein paar deutsche Eurofighter auf, um nachzuschauen, was da los ist. Und dadurch wissen wir: Die Dinger fliegen doch.

Abrechnung nach Gutdünken

Einer der Prozesse, in denen Thomas Middelhoff die Rolle als Angeklagter spielt, nähert sich dem Ende, und der Staatsanwalt hält drei Jahre und drei Monate Haft für gerechtfertigt. Middelhoff habe bei der damaligen Karstadt-Mutter Arcandor „nach Gutdünken“ Kosten für seine zahlreichen externen Nebentätigkeiten abgerechnet. Ich glaube nicht, dass es zu diesem Urteil kommt. Allein schon einen Hochsicherheitstrakt für einen Mann zu finden, der bewiesen hat, dass er schon mal aus dem Fenster ein Gerichtsgebäude verlässt, dürfte viel zu aufwendig sein.

Mr. iGay

Apple-Chef Tim Cook hat heute einen Gastbeitrag für das Magazin Newsweek verfasst. Darin steht: „Schwul zu sein betrachte ich als eines der größten Geschenke, das Gott mir gegeben hat.“ Die Homosexualität habe ihm über die Jahre ein tiefes Verständnis dafür gegeben, was es heißt, einer Minderheit anzugehören. Gut gesagt, Mr. iGay.

Achtung Streik

In Deutschland will eine andere Minderheit streiken: die Makler. Ihr Verband, der BVFI ruft jedenfalls zur Urabstimmung für eine bundesweite Arbeitsniederlegung auf. Der Berufsstand protestiert dagegen, dass künftig Auftraggeber die Makler bezahlen sollen und nicht diejenigen, die eine Wohnung mieten oder kaufen. Die Makler glauben, dass sie dadurch weniger verdienen. Mit den Piloten und Lokführern gemeinsam haben die Makler, dass ihre Vorstellungen vom richtigen Verdienst umstritten sind. Nicht gemeinsam haben sie, dass vom Streik der Makler vermutlich niemand etwas mitbekommen wird – mit Ausnahme der Makler.

Einen streikfreien Abend wünscht Ihnen

Oliver Stock

Kommentare (2)

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Herr Paul Müller

30.10.2014, 18:53 Uhr

Hmm ... nichts vom Pinoccio aus Hollywood dabei diese Woche?
Keine neuen Verschwörungstheorien das die Russen in irgendwelche Lufträume eingedrungen sind, das harte Beweise vorliegen, und dann später doch wieder nicht ...
Kein Artikel über seine Garderobe oder andere Nebensächlichkeiten, die ihn menschlich erscheinen lassen sollen?
Kein Kommentar über die Atlantiker und ihre Gespinnste um die deutsche Demokratie auszuhöhlen? Zu heißes Eisen?

Herr Holger Klekar

30.10.2014, 20:01 Uhr

Herr Paul Müller
... Demokratie auszuhöhlen? Zu heißes Eisen?

Welche Demokratie?

BRD ist immer noch besetztes Land. Steht unter USA-Diktatur.

Kommentare zu Schwedens Anerkennung Palästinas weg bei HB.

Auszug - forsche selbst.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/InternatRecht/Truppenstationierungsrecht_node.html

http://de.wikipedia.org/wiki/JCS_1067
http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Morgenthau_senior
http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_Morgenthau,_Sr.


1990
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/InternatRecht/Vertraege/2+4Vertrag/Uebersicht.html?nn=560776

1954

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/InternatRecht/Vertraege/Streitkraefte1954/Uebersicht.html?nn=560776

Was fordern - kommentieren? Soros u.a. JP Morgan Bank,....
The American Solution to Europe's Energy Woes
The Wall Street Journal, den 29.10.2014
Stephen Cheney, der Geschäftsführer von American Security Project in Washington D.C. kommentiert

http://de.wikipedia.org/wiki/George_Soros

http://en.wikipedia.org/wiki/George_Soros


http://www.focus.de/finanzen/boerse/konflikte-loesen-boersen-beben-aus-der-westen-wird-putin-vor-dankbarkeit-die-fuesse-kuessen_id_4033013.html

Selbst israelische Polizei glaubt nicht das Hamas an Ermordung der 3 Jugendlichen schuld ist.
Siehe z.B. Bericht in TV14.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesbeauftragter_f%C3%BCr_die_Stasi-Unterlagen

Wer es wagt etwas gegen die Juden und Israel zu sagen wird „beseitigt, beschädigt,…“.

Das Internet wird seit einiger Zeit „gereinigt“. Man verwischt die Spuren.
Siehe z.B. http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/20193
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/20246/highlight/Cyber&Dome
Einheit 8200 und Israel
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_71006612/militaer-israel-elite-einheit-verweigert-einsatz-gegen-palaestinenser.html
Einheit 8200 Israelischer Soldat – wir sind die Stasi. Nur sehr viel effizienter.
Ausschnitt:
Tel Aviv (dpa) - Die Zweifel kamen mit einem deutsche

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