Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.10.2015

19:15 Uhr

Was vom Tage bleibt

Angela Merkel hätte es verdient

VonStefan Menzel

Die Nobelpreis-Woche hat begonnen, Schaeffler streicht den Börsengang zusammen. American Apparel muss in die Insolvenz, Twitter hat einen neuen Chef und die Deutschen trinken zu wenig Bier. Der Tagesrückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Freitag ist der Tag

Der erste Nobelpreis ist vergeben: Die Auszeichnung für Medizin geht nach Irland, Japan und China. Am Dienstag geht es mit der Physik-Vergabe weiter. Die Naturwissenschaften spielen in diesem Jahr allerdings eine untergeordnete Rolle. Die ganze Welt wartet auf den Freitag und die Vergabe des Friedensnobelpreises. Eine Frau hätte den Preis definitiv verdient: Angela Merkel. Niemand anderes hat sich so konsequent für Flüchtlinge eingesetzt – eine wirklich nobelpreiswürdige Politik.

Ordentlich zusammengestrichen

Vor ein paar Tagen ist die Welt in Herzogenaurach noch in Ordnung gewesen. Der Börsengang des Autozulieferers Schaeffler stand anfangs unter günstigen Vorzeichen, alles schien glatt zu gehen. Doch dann kam der VW-Abgasskandal. Plötzlich bekam der Zulieferer aus dem Fränkischen zu spüren, welche gewaltige Folgen die Volkswagen-Betrügereien nach sich ziehen – und Schaeffler muss nun große Abstriche beim Börsengang machen. Andere Börsenkandidaten wahrscheinlich auch noch.

In Richtung Pleite

American Apparel, GAP und wie sie alle heißen mögen. Die USA hatten einmal eine weltweit bekannte Bekleidungsbranche. Doch so viel ist davon nicht geblieben – bei American Apparel steht nun das Insolvenzverfahren an. Die US-Hersteller produzieren zu teuer und haben den von den großen Modeketten ausgelösten Wandel nicht gesehen. H&M, Zara und Primark bestimmen heute, wo es lang geht. Wer dann nicht günstig produzieren kann, der ist im Spiel nicht mehr dabei.

Doch für immer

Aus der Übergangslösung wird mehr: Interimschef Jack Dorsey bleibt jetzt doch länger und wird dauerhaft zum Twitter-Boss berufen. Eine gute Lösung, die dem arg gebeutelten Social-Media-Dienst mehr Ruhe verschaffen sollte. Dorsey gehört zur Gründer-Generation des Unternehmens. Er weiß ziemlich genau, wie Twitter tickt. Mit Dorsey steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Twitter nicht bei einem Branchenriesen wie Google unterschlüpfen muss. Einen Versuch ist es allemal wert.

Trend der Zeit

Deutschlands Brauer jammern, weil ihnen die Kunden flöten gehen. Die Deutschen trinken immer weniger Bier, allen voran die junge Generation verweigert sich dem vermeintlichen Nationalgetränk. Es muss eben nicht immer nur Bier sein, es gibt auch andere gute Sachen. Die Brauer sollten das akzeptieren – was bleibt ihnen auch anderes übrig? Bier hat seinen Zenit einfach überschritten.

Einen angenehmen Herbstabend – mit einem Getränk nach Wahl – wünscht Ihnen

Stefan Menzel

Kommentare (17)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr C. Falk

05.10.2015, 19:27 Uhr

Nobelpreis für Frau Merkel. Schöne Idee.

Und dann ab mit der Frau in die politische Wüste, sie hat es sich redlich verdient.

Herr Marcus T.

05.10.2015, 19:36 Uhr

"Und dann ab mit der Frau in die politische Wüste, sie hat es sich redlich verdient."

Besserer Vorschlag: Neuauflage der Nürnberger Prozesse - mit ähnlichen Urteilen wie damals...

Frau Michael Engel

05.10.2015, 19:37 Uhr

Was gäbe ich drum zu wissen wie ihr das hinkriegt, daß die verschiedensten Medien alle so gleichgeschaltet sind. Bei sämtlichen Journaillen, Zeitungen, Nachrichtenportalen, überall steht das gleiche über Bösewicht Putin,
die "rechten" Deutschen, die sich gegen die Vergewaltigung wehren die ihr ihnen antut, die Falschmeldungen über die angebliche Deflation, wie toll die Amis für die Gerechtigkeit kämpfen, all das Zeug das man überall liest, als ob es nur ein "Neues Deutschland"gäbe wie in der DDR. Werdet ihr Schreiberlinge nachts wenn ihr schlaft an irgendetwas angeschlossen?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×