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15.08.2013

18:15 Uhr

Was vom Tage bleibt

Angst vor einem Bürgerkrieg

VonMartin Dowideit

Die Lage in Ägypten ist extrem labil. Die Unruhen treffen das Land hart, der Außenhandel lahmt bereits seit längerem. In Deutschland herrscht derweil Wahlkampf und ein Finanzprofi verliert die Lust am Gold.

Martin Dowideit leitet das Ressort Unternehmen & Märkte bei Handelsblatt Online.

Martin Dowideit leitet das Ressort Unternehmen & Märkte bei Handelsblatt Online.

Guten Abend,

Ägypten im Chaos

Die Lage in Ägypten ist angespannt. Ein „Freitag der Gewalt“ droht, nachdem mehr als 500 Menschen bei Unruhen in dieser Woche starben und mehrere Tausend verletzt wurden. Aus Sorge um ihre Mitarbeiter, stoppen einige ausländische Konzerne die Produktion. Touristen wird es mulmig beim Gedanken, einen Urlaub im Land zu verbringen. Das Ausland inklusive US-Präsident Barack Obama steht mahnend an der Seitenlinie und hofft, dass das Land nicht in einem Bürgerkrieg versinkt. Die Arabische Revolution im Rückwärtsgang schockiert.

Jetzt aber (ein bisschen) pronto!

Tja, wann ist unverzüglich? Der Deutschen Bahn droht ein Zwangsgeld in Höhe von 250.000 Euro der Bundesnetzagentur, sollte der Zugbetreiber wegen des Stellwerkchaos in Mainz nicht „unverzüglich geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Betriebsbeeinträchtigungen“ ergreifen. Die Netzagentur hat das Schreiben am Donnerstag der Bahn zugestellt – zehn Tage nach Bekanntwerden der Probleme. Sollte das der Maßstab für „unverzüglich“ sein, kann die Bahn ganz entspannt bleiben.

Steinbrück unter Strom

Die Energiepreise sollen sinken, fordert SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Notfalls will er nach einem Wahlsieg die Energieversorger dazu zwingen, die Preise zu senken. Denn die Konzerne gäben gesunkene Großhandelspreise nicht an die Endkunden weiter. Ziemlich kurz gesprungen, dieses Argument: Schließlich macht zu einem großen Teil die extrem gestiegene Umlage für Ökoenergie den Strom teurer.

Goldschmelze

Der prominente Hedgefonds-Manager John Paulson hat im zweiten Quartal des Jahres dem Gold teilweise den Rücken gekehrt. Begründung: Sein Portfolio brauche weniger Absicherung. Der Amerikaner hat aber nicht generell die Lust an edlen Anlagen verloren. Schließlich hat er diese Woche den Klavierhersteller Steinway für mehr als 500 Millionen Dollar gekauft. Die Klaviere seien die besten der Welt. Von seinen Fonds kann man derzeit nicht unbedingt dasselbe behaupten.

Einen schönen Abend wünscht

Martin Dowideit

Der Autor auf Twitter: @MDowideit

Kommentare (3)

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Explosion

15.08.2013, 20:35 Uhr

"Angst vor einem Bürgerkrieg"

Der Bürgerkrieg wird auch in Europa ausbrechen, warten wir mal ab!

Gnade uns Gott!

Die schuldigen sind die Korrupten Politiker, die korrupte Presse und die korrupten Medien und BANKEN!!!

manthra

15.08.2013, 21:07 Uhr

Oh! Oliver Stones ist im Urlaub. Hoffentlich nicht auf Hawaii tauchen weit ab von der Küste südlich vor Maui.

Hosen_sowas_von_gestrichen_voll

16.08.2013, 23:34 Uhr

"Angst vor einem Bürgerkrieg": so kann man auch Angst schüren.
Und Ängste erst.
Bringt Ihnen das was Herr Dowideit?
Und wenn ja, was?
Anerkennung gar?
Wofür?

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