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05.10.2012

18:06 Uhr

Was vom Tage bleibt

Aufwachen, Mr. President!

VonOliver Stock

Die Arbeitslosenzahlen in den USA könnten Obama helfen. In Indien stürzt die Börse ab. Metro senkt die Prognose. Da kann nicht einmal James Bond helfen. Der Tagesbericht.

Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.

Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Munition für Obama

Romney oder Obama? Der Wahlkampf, der schon zum Langweiler verkommen war, ist wieder spannend. Erst das Rededuell, und heute die Arbeitsmarktzahlen. Die Quote ist auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gefallen. Unterm Strich sind rund die Hälfte der Jobs, die in der Rezession verloren gingen, wieder zurückgewonnen. An sich ist das Munition für Obama. Tatsächlich jedoch mangelte es ja gar nicht an Munition, sondern an der Fähigkeit sie einzusetzen. Die Welt hatte diese Woche einen müden US-Präsidenten erlebt. Bitte aufwachen, Mr. President!

Milliarden verschwunden

An der indischen Börse NSE in Mumbai sind innerhalb weniger Minuten 58 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet worden. Die NSE wickelt Dreiviertel des indischen Aktienhandels ab. Sie stoppte die Geschäfte, und machte das, was jeder IT-Fachmann rät: Ausschalten, einschalten, geht wieder. Es gab eine Zeit, da kam nach Pannen dieser Art die achselzuckende Erklärung: menschliches Versagen. Das gute daran war – es ließ sich nachvollziehen. Der Trottel war auffindbar. Inzwischen heißt die Erklärung: Der Computer hat versagt. Und leider weiß keiner warum.

Metro sieht schwarz

Metro ist Deutschlands größter Handelskonzern. Er betreibt nicht nur die meisten Kaufhäuser, sondern er hat auch besonders viele Eigentümer, die näher oder entfernter mit der Gründerfamilie Haniel verwandt sind. Sie alle wollen etwas davon haben, wenn Metro Gewinne macht. Für dieses Jahr könnte das allerdings eng werden. Metro hat die Ergebnisprognose deutlich nach unten korrigiert. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern und Sonderfaktoren sollen noch rund zwei Milliarden Euro übrigbleiben, nach all dem könnte es richtig schlecht aussehen. Und nun? Die Folge könnte sein, dass der Verkauf der Real-Märkte und der von Kaufhof in eine neue Runde geht.

Gestatten: Wir lieben Bond!

Die Handelsblatt-Story über James Bond lautet so: Der Agent hat seine Produzenten reichgemacht. Fünf Milliarden US-Dollar haben die Filme in den vergangenen 50 Jahren in die Kinokassen gespült. Das befördert die Bond-Filme auf Platz zwei der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten – hinter dem Zauberlehrling Harry Potter. Die ganz persönliche Geschichte lautet: James Bond ist zumindest für die Angehörigen der Sean-Connery- und Roger-Moore-Generation ein Mann frei jeder Selbstzweifel gewesen. Und genau dafür liebten wir ihn.

Ein zweifelsfreies Wochenende wünscht Ihnen

Oliver Stock

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.10.2012, 13:01 Uhr

Lassen Sie Obama ruhig schlafen. Gutdünker, die alles mit weiteren Schulden finanzieren kann die Welt nicht mehr gebrauchen ! Zurück zum "gesunden Kapitalismus". Der von allen etwas fordert, der zur Initiative verleitet und nicht zur sozialen Hängematte !

LarsLonte

06.10.2012, 15:56 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion entfernt +++

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