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19.09.2013

19:12 Uhr

Was vom Tage bleibt

Ben zockt

VonStefan Menzel

Ein Notenbank-Chef sorgt für Kopfschütteln und bei Blackberry kracht es. Die Renditen für Lebensversicherungen bleiben mies, Autohersteller verdienen weniger. Und der Dortmunder Trainer macht Ärger. Der Tagesrückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Revolution für Notenbanker

Notenbanker gehen eigentlich immer ziemlich bedächtig vor. Entscheidungen werden mit langem Vorlauf intoniert, damit sich die Finanzmärkte auf größere Veränderungen etwa in der Geldmarktpolitik einstellen können. So hatte US-Notenbank-Chef Ben Bernanke schon vor Wochen davon gesprochen, dass die Politik des billigen Geldes zu Ende geht. Und nun? Auf einmal ist davon nicht mehr die Rede, die Druckmaschinen spucken unverändert in großen Mengen Dollar-Scheine aus. Mit seiner plötzlichen Kehrtwende hat Bernanke die klassische Notenbank-Politik völlig auf den Kopf gestellt. Diesem Mann ist nicht mehr zu trauen.

Das Ende rückt näher

Beim kanadischen Smartphone-Hersteller Blackberry sieht es ziemlich düster aus. Mehrere Sparrunden hat das Unternehmen schon hinter sich, jetzt dürften noch einmal 4000 bis 5000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Viel bleibt bei den Kanadiern dann nicht mehr übrig, der Fortbestand des einst gefeierten Unternehmens ist ernsthaft gefährdet. Eine Rettung scheint nur noch dadurch möglich, dass einer der Wettbewerber das angeschlagene Unternehmen kauft. Die glorreichen Zeiten von Blackberry sind definitiv vorüber, Apple und Samsung bestimmen heute das Geschehen bei den Smartphones. Bye, bye Blackberry!

Ohne Ertrag

Lebensversicherungen werfen kaum noch Rendite ab, die drohende Inflation frisst dann noch den letzten Rest der Erträge auf. Es ist inzwischen leider Gewissheit geworden: Wer geglaubt hatte, mit seinen Sparplänen und seiner Lebensversicherung einen angenehmen Ruhestand verbringen zu können, der hat sich gewaltig geirrt. Rentner müssen sich darauf einstellen, dass der Lebensstandard im Alter fallen wird. Eine Alternative gibt es allerdings: weiter arbeiten und dazuverdienen. Das ist vielleicht auch nicht die schlechteste Lösung, weil der Job bei so manchem auch im Alter für Zufriedenheit sorgen dürfte.

Probleme in Wolfsburg

Volkswagen sorgt wieder einmal für Aufregung. Jetzt geistert eine Meldung durch die Gazetten, dass der Wolfsburger Autokonzern kräftig sparen muss und deshalb seine langfristig geplanten Renditeziele verfehlen könnte. Auch wenn der Konzern sofort dementierte: Natürlich müssen sich die schlechten Verkaufszahlen in Europa in den Zahlen des Konzerns niederschlagen. Alles andere wäre eine verdammt große Überraschung.

Benehmen für Fußballer

Das erste Gruppenspiel in der Champions League ist vorüber – und die deutschen Vereine haben nur eine gemischte Bilanz vorzuweisen. Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber. Aber das kann sich beim nächsten Mal ändern, vielleicht wird alles wieder deutlich besser. Bessern sollte sich aber auf jeden Fall Dortmund-Trainer Jürgen Klopp. Wer so durchdreht wie er im Spiel gegen Neapel, der darf sich nicht wundern, dass er auf die Tribüne verbannt wird. Mit besserem Benehmen des Trainers dürften auch die Siegchancen der Dortmunder wieder steigen.

Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

Stefan Menzel

Kommentare (1)

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Cassandra

19.09.2013, 19:38 Uhr

Einen solchen Zocker gab es schon mal in der Geschichte - John Law. Die Folgen seiner Papiergeldlügen rund um die Mississippi-Blase waren der chaotische Zusammenbruch Frankreichs.

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