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25.06.2013

18:58 Uhr

Was vom Tage bleibt

Beruhigung vom Herrn des Geldes

VonStefan Menzel

Die EZB bleibt im Krisenmodus und auch bei der ARD sind keine großen Änderungen in Sicht. England könnte sich ruhig bewegen, Italien sorgt wieder für Aufregung. Zeichen der Entspannung sendet der Dax. Der Tagesrückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Das klare Wort vom großen Vorsitzenden

Mario Draghi hat gesprochen: Den schnellen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik plant die EZB vorerst nicht. Es gibt keine Parallele zwischen den USA und Europa. Recht hat der Präsident der Europäischen Zentralbank. Die USA sind im konjunkturellen Zyklus schon ein Stück weiter und können sich deshalb die Kehrtwende in der Geldpolitik erlauben. In der Euro-Zone ist die Krise (leider) noch nicht vorüber. Der geschwächte Süden wird noch etwas länger brauchen, um sich wieder zu berappeln. Danach kann auch Europas Zentralbank die Wende einleiten. Geduld ist also weiterhin gefragt.

Alte Tante ARD

Die ARD ist eine altehrwürdige Institution. So manche neue Entwicklung braucht dort etwas länger und auch beim Personal geht es langsam voran. Nachfolger von Tom Buhrow als Moderator der „Tagesthemen“ soll der New Yorker Korrespondent Thomas Roth werden. Drei Jahre vor seiner Pensionierung darf der 61-jährige Roth noch einmal auf den wichtigsten Moderatorenposten der ARD wechseln. Warum die ARD-Intendanten so entschieden haben, das wissen wohl nur die Götter. Mit Ingo Zamperoni hätte es eigentlich den perfekten Nachfolger gegeben, regelmäßig moderiert er jetzt schon die wichtigste Nachrichtensendung der ARD. Zamperoni ist aber erst 39, das dürfte der entscheidende Grund für die Personalentscheidung sein.

London, bitte reagieren

Zum Glück ist die Bundesregierung endlich aufgewacht und schlägt in London Alarm. Berlin protestiert dagegen, dass deutsche Staatsbürger mit Hilfe des britischen „Tempora“-Programms systematisch im Internet ausgeforscht werden. Deutschland hat genug schlechte Erfahrungen mit einem übermächtigen Staat, der seine Bürger bis in das letzte Eckchen ausforscht. Die Briten sollten sich einmal ihrer liberalen Traditionen erinnern, der Allmachtsanspruch des Staates endet nämlich in einer Sackgasse. Wenn die Briten nicht reagieren, muss sich Berlin auf dem europäischen Kontinent noch weitere Verbündete suchen. Wenn sich etwa auch Frankreich dem deutschen Protest anschließt, dürfte es in London die nötige Bewegung geben.

Eine unendliche Skandal-Geschichte

Ach, Italien. Am Montag hat die Verurteilung von Ex-Premier Silvio Berlusconi für große Aufregung gesorgt, jetzt trifft es den Fußball. Praktisch alle wichtigen Klubs des italienischen Fußballs sollen in einen Skandal um Steuerhinterziehung verwickelt sein. Deshalb hat es am Dienstag bei 41 Klubs großangelegte Razzien gegeben. Leider ist das nicht der erste Skandal im italienischen Fußball. Wer denkt etwa nicht an den Zwangsabstieg von Juventus Turin vor ein paar Jahren wegen manipulierter Spiele. Wird sich in Italiens Fußball irgendwann einmal etwas ändern? Wahrscheinlich nicht, der nächste Skandal kommt bestimmt.

Die Börsen können es doch

Die beste Nachricht kommt vom Dax: Die Negativ-Serie der vergangenen Tage ist beendet, Deutschlands wichtigster Aktienindex hat am Dienstag gleich einmal 1,5 Prozent zugelegt. Das heißt nicht automatisch, dass morgen sofort wieder die nächste große Börsenrally beginnt. Die Erholung ist aber ein gutes Zeichen dafür, dass die Lage an den Börsen grundsätzlich in Ordnung ist. An den vergangenen Tagen haben wir nur eine völlig normale und befristete Korrektur gesehen. Aktien bieten unverändert gute Anlagemöglichkeiten – deshalb muss niemand den großen Einbruch befürchten.

Bei solch einer Börsenentwicklung kann es eigentlich nur einen schönen Abend geben. Herzlichst Ihr

Stefan Menzel

Kommentare (4)

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Nocomment

25.06.2013, 21:16 Uhr

"Was vom Tage bleibt"

No comment...

Diese Rubrik ist völlig sinnlos!

Account gelöscht!

25.06.2013, 22:33 Uhr

@Nocomment

Stimmt.

Account gelöscht!

26.06.2013, 09:09 Uhr

"Das klare Wort vom großen Vorsitzenden"

Richtig, eine gigantische Machtfülle die Völker Europas zu entreichern ohne wirkliche Legitimation.

"Mario Draghi hat gesprochen: Den schnellen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik plant die EZB vorerst nicht."

Vorerst? Es wird sie nie geben, der Euro wird zur Lira. Und das ist alternativlos!

"In der Euro-Zone ist die Krise (leider) noch nicht vorüber. Der geschwächte Süden wird noch etwas länger brauchen, um sich wieder zu berappeln."

Erde an Handelsblatt, der Süden wird sich im Euro niemals berappeln können. Nur um die Zerstörung der Ökonomien im Norden.

Aber das ist sicherlich ein angemessener Preis für das gelobte Land EUdSSR.

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