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24.06.2013

18:52 Uhr

Was vom Tage bleibt

Billiger surfen und telefonieren?

VonStefan Menzel

Vodafone weckt die Hoffnung auf fallende Preise und Gold wird ebenfalls billiger. Bei der Bahn geht es anders herum, mit Silvio Berlusconi geht es bergab. Nur die Bayern wollen neue Höhen erklimmen. Der Tag im Rückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Konkurrenz für die Telekom

In Zeiten der Finanzkrise und einem wackligen Bankensystem sind elf Milliarden Euro verdammt viel Geld. Doch Vodafone nimmt diesen Betrag trotzdem in die Hand, um sich Kabel Deutschland einzuverleiben. Dahinter steckt ein ganz klarer strategischer Ansatz. In der Telekommunikation läuft alles auf Konvergenz hinaus, es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Festnetz, Mobil, Kabelfernsehen und Internet. Alles wird eins – und deshalb braucht Vodafone einen leistungsfähigen Kabelbetreiber. Für uns als Kunden kann diese Entwicklung nur gut sein. Warum? Die Deutsche Telekom, ebenfalls in Sachen Konvergenz unterwegs, bekommt einen starken Wettbewerber, der Paroli bieten kann. Und vielleicht fallen deshalb bald schon die Preise.

Der Gold-Preis, tiefer und tiefer

Erst fallen die Börsenkurse, jetzt geht es auch mit dem Goldpreis bergab. Die US-Investmentbank Goldman Sachs rechnet damit, dass die Unze Feingold Ende kommenden Jahres wieder an die 1000 US-Dollar kosten wird. Solche Prognosen sind zwar in aller Regel ziemlich wackelig, aber trotzdem könnten die Goldman-Banker damit Recht behalten. Denn da die US-Notenbank Fed ihre allzu freizügige Geldpolitik beendet, sind davon nicht nur die Börsen betroffen. Praktisch in allen Anlageklassen, in die Investoren ihr Geld gesteckt haben, dürfte es mit den Preisen nach unten gehen. Also auch beim Gold. Von daher Vorsicht bei der Vermögensanlage, steigende Preise und Kurse sind nicht zu erwarten.

Aufgeschreckte Bahn-Kunden

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat am Montag wieder einmal seine Kunden aufgeschreckt. Nicht weil das Hochwasser irgendwo Gleise überspült hat oder weil die Klimaanlagen im ICE wegen großer Hitze ausgefallen sind. Nein, dieses Mal sind es die Preise. Hohe Energiekosten und der bahn-eigene Tarifabschluss hätten dem Unternehmen eine gewaltige Kostenbelastung beschert. Genaues hat sich Grube noch nicht entlocken lassen. Aber im Herbst sind die Kunden wahrscheinlich fällig und dürfen wieder mehr bezahlen. Herr Grube, lassen Sie sich doch bitte etwas anderes einfallen. Wie wäre es denn mit mehr Effizienz, wenn die Kosten steigen?

Arrivederci, Silvio!

Italien ist für uns Deutsche manchmal ziemlich schwer zu begreifen. Und ich verstehe bis heute nicht, wie sich Silvio Berlusconi solange in der italienischen Politik halten konnte. Aber vielleicht hat ein Gericht in Mailand dem Treiben des Cavaliere jetzt endlich ein Ende bereitet: Sieben Jahre Haft für den Ex-Premier sind ein Wort. Natürlich wird Berlusconi Berufung einlegen und dieses spektakuläre Urteil anfechten. Aber vielleicht führt dieser Richterspruch dazu, dass allen Italienern jetzt ein Licht aufgeht: Dieser Mann hat in einem öffentlichen Amt nichts mehr zu suchen.

Mit Pep noch weiter nach oben

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Und deshalb ist die schönste Meldung des Tages aus München vom FC Bayern gekommen. Der neue Trainer Pep Guardiola hat seinen Job bei der Münchener Meistertruppe angetreten und will jetzt noch eine Schippe drauflegen. Wie das gehen soll, ist völlig unklar, da Jupp Heynckes in der gerade beendeten Saison doch schon alles abgeräumt hat. Unser Vorschlag: Guardiola schafft es, im nächsten Jahr den Champions-League-Titel mit den Bayern zu verteidigen. Das hat nämlich seit Einführung des Wettbewerbs 1992 noch niemand in Europa erreicht.

Pep drücke ich die Daumen, und Ihnen wünsche ich einen schönen Abend.

Stefan Menzel

Kommentare (1)

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Kabelix

24.06.2013, 20:22 Uhr

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