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20.01.2015

19:22 Uhr

Was vom Tage bleibt

Blamage für die Bausparkassen

VonStefan Menzel

Warentester beklagen miesen Service bei Bausparkassen, deutsche Staatsanleihen bringen keine Zinsen. Pegida bleibt im Osten, Google fliegt ins All und die Bundeswehr könnte im Inland gebraucht werden. Der Tagesrückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Schlechter Rat

Die Bausparkassen müssen die Zinsen senken, das ist die natürliche Reaktion auf die Situation am Markt und die Geldflut der Notenbanken. Weniger als ein Prozent Zinsen, das ist inzwischen normal geworden. Die Kunden der Bausparkassen können allerdings erwarten, dass sie ordentlich beraten und behandelt werden. Dem ist jedoch leider nicht so, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen ist die Performance der gesamten Branche nicht sonderlich überzeugend. Da bleibt für leidgeprüfte Bausparkassen-Kunden eigentlich nur ein Rat: wechseln!

Auf Null

Die Zinsen sind im Keller und werden dort auch noch längere Zeit bleiben. Manchmal ist es schon schlichtweg verrückt, was passiert. Beim Kauf neuer deutscher Staatsanleihen mit fünf Jahren Laufzeit gibt es jetzt keine Verzinsung. Anders formuliert: Anleger leihen dem Staat zwar Geld, bekommen dafür aber nichts mehr. Es ist eine harte Schule, die alle Anleger jetzt durchmachen müssen. Wer sich auf das Spiel mit den Anleihen vom Staat nun überhaupt nicht mehr einlassen möchte, der kann sein Geld eigentlich nur noch in Aktien investieren. Die Dividende dürfte das höhere Risiko wert sein.

Trennlinie

Seit ein paar Wochen fragt sich hierzulande jeder, was noch so alles aus der Dresdner Pegida-Bewegung werden könnte. Nicht mehr sonderlich viel, das lässt sich inzwischen schon sagen. Pegida hat außerhalb Sachsens keine großen Chancen, in Westdeutschland sowieso nicht. Der Aufstieg von Pegida macht leider deutlich, dass Ost und West immer noch getrennt sind, dass die deutsche Einheit eben nicht vollendet ist. Die Westdeutschen tun sich viel leichter mit ihren ausländischen Nachbarn. Pediga zeigt auf, dass es in Ostdeutschland bei diesem Thema noch einen gewissen Nachholbedarf gibt.

Nach oben

Google reicht der große wirtschaftliche Erfolg auf der Erde nicht mehr aus. Nun geht es auch ins All. Eine Milliarde US-Dollar könnte der Suchmaschinenkonzern in die Weltraumforschung investieren. Völlig abgehoben sind die Ideen des US-Konzerns damit noch lange nicht, Google bleibt damit immer noch ziemlich irdisch. Denn Satelliten könnten dabei helfen, das Internet auch in bislang netzfreien Regionen in Afrika und Asien zu verbreiten. Insofern dürfte die Milliarde sehr gut investiertes Geld sein, das Google noch größer machen wird.

Dogmenwechsel

Natürlich wirkt Deutschlands wechselvolle Geschichte bis heute nach. So ist es noch allseits akzeptierter Konsens, dass die Bundeswehr im Inland keine Polizei-Aufgaben übernehmen darf. Die zunehmende Gefahr durch den Terror könnte Deutschland allerdings dazu zwingen, diese Position zu überdenken. In Frankreich und Belgien ist es fast schon zum gewohnten Bild geworden, dass Soldaten in den Straßen patrouillieren. Auch wenn es hierzulande nicht jedermann gefallen wird – das könnte auch ein Modell für die Bundesrepublik werden (müssen).

Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

Stefan Menzel

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