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19.12.2014

18:06 Uhr

Was vom Tage bleibt

Deutsche Bank hui, Postbank pfui?

VonOliver Stock

War es das? Sechs Jahre, nachdem die Deutsche Bank die Postbank erwarb, ist die Liebe zwischen Mutter und Tochter erkaltet. Die Griechen könnten den Euro abwählen. Und: Wer spendet für den HSV? Die Nachrichten vom Tag.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Wohin mit der Postbank?

Josef Ackermann lobte einst seinen Postbankkauf mit dem Hinweis auf eine gestiegene Verwurzelung seiner Bank im Heimatmarkt. Das war die Zeit als das Investmentbanking pfui und das Geschäft mit einfacheren Privatkunden als solidere Form des Geldgewerbes und damit als hui bezeichnet wurde. Ackermanns Eigenlob bezog sich auch auf jene Milliarden von Einlagen, die treue Postbankkunden auf ihre Sparkonten eingezahlt hatten. Sie sollten die Finanzierung des gesamten Konzerns auf stabilere Füße stellen. Hui also. Heute sind sie mehr Bürde als Bonus. Die Niedrigzinsen führen dazu, dass die Bank sie kaum profitabel anlegen kann und sie für den Gesamtkonzern nicht zur Verfügung stehen. Pfui also. Deswegen könnte es sein, dass jemand wie Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain den Wiederverkauf der Postbank in Erwägung zieht. Damit schlägt so oder so die Stunde eines anderen: Rainer Neske hat die Postbank-Integration jahrelang geführt, inzwischen ist der Deutsch-Banker Aufsichtsratschef bei der Tochter. Herr Neske, bitte melden – ihre Kollegen vom Vorstand sind sonst ein wenig hilflos.

Teures Leben

Der Zustand der Euro-Zone kostet uns Geld. Wer das schon wieder vergessen hatte, dem rufen es jetzt die Versicherer ins Gedächtnis. Sie haben kein Geld mehr, um ihren Lebensversicherungskunden eine ordentliche Überschussbeteiligung auszuzahlen. Laut einer Studie geht diese Prämie, die die Versicherungspolicen einst attraktiv machte, weiter zurück, weil die Versicherer sie in den Niedrigzinszeiten nicht mehr erwirtschaften können. Es läuft etwas falsch: Meine Lebensversicherung funktioniert ausgerechnet dann nicht mehr gut, wenn zahlreiche Rentner mit 63 auch noch die staatliche Rente unsicher machen.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Griechenland hat die Wahl

Ein Topthema über die anstehenden Feiertage steht bereits fest: Griechenland. Das griechische Parlament will in den nächsten zehn Tagen noch zweimal versuchen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Sollte der Kandidat der Regierung, Ex-EU-Kommissar Stavros Dimas, aber auch im zweiten und dritten Wahlgang so wie im ersten durchfallen, sind vorgezogene Parlamentswahlen vorgeschrieben. Umfragen sehen seit Monaten das Linksbündnis Syriza als Sieger, das die harte Spar- und Kürzungspolitik der EU ablehnt. Damit dürfte sich Griechenland dann aus dem Euro wählen.

Pleite für Hamburg

Der Speditionsunternehmer und Milliardär Klaus-Michael Kühne will doch keine Anteile an der Fußball-Aktiengesellschaft Hamburger SV erwerben, sondern verlangt nun auch noch ein Darlehen von 25 Millionen Euro zurück. Damit vergrößert sich die finanzielle Schieflage des Vereins. Das sagt ein bisschen über den Verein und viel über Kühne aus. Er ist offenbar doch in erster Linie Milliardär und nicht Fußballfan.

Stargast Reus

Die letzte Meldung zum Wochenende könnte eigentlich sein: Bei der nächsten ADAC-Gala wird ein neuer Star den „Gelben Engel“ überreichen: Marco Reus. Sie würde allerdings sicher sofort dementiert.

Fahren Sie sicher durch die nächsten zwei Tage, Ihr

Oliver Stock

Kommentare (3)

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Herr Helmut Paulsen

19.12.2014, 19:51 Uhr

BONN am Montag !

"Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, wie sehr sich Politiker und Medien inzwischen von den Menschen da draußen entfernt haben, dann bekommt man diesen jetzt täglich präsentiert. Journalisten und Politiker bezeichnen ganz normale Bürger als »Ratten« und »Ungeziefer«, nur weil diese Grundrechte in Anspruch nehmen und darauf pochen, dass ihre Anliegen gehört werden. Dagegen demonstriere ich am Montagabend ab 18.30 Uhr in Bonn gemeinsam mit BOGIDA. ..."

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/aufruf-von-udo-ulfkotte-wir-sehen-uns-montagabend-in-bonn-bei-bogida.html

Herr Helmut Paulsen

19.12.2014, 19:51 Uhr

Austreten aus der Ev. Kirche, denn die ist unterwandert mit Gutmenschen, die nur unser Geld wollen um uns Deutsche weiter abzuschaffen.

Legt das Geld unters Kopfkissen als "Renten-Ergänzung", korrupte Entwicklungsgelder gibt es auch so genug die Deutschland in der Welt verteilt.

Geistlich ist die Kirche in Deutschland schon lange nicht mehr - nur ein "Toleranz-Lernverein" bis zu unserem Untergang.

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PEGIDA, JAAA ! ;-) Montag DEMO, Dienstag STREIK.

ja, als Ost-Deutscher vermisst man "Courage" bei den West-Deutschen.

Aber nicht die "Courage" die Herr Gauck meint, wo es immer nur um die Interessen der anderen geht - nein hier müssen wir Courage für unser eigenes Land haben als Deutsche. Wir haben hier auch etwas zu verteidigen ! Man kann doch nicht ganz Afrika nach Europa locken und als "Flüchtlinge" bezeichnen und aufnehmen.

Herr Helmut Paulsen

19.12.2014, 19:52 Uhr

Merkel muss zurücktreten !!

Ihre Entscheidungen richten sich immer gegen die Interessen Deutschlands - sie agiert als Atlantischer Vasall und vernichtet alles, was Deutschland reich gemacht hat, unabhängig und frei.

Sie ist der Albtraum der Demokratie und Freiheit.

PEGIDA.


"Warum die Wut der Bürger kein Verfallsdatum hat

Ist David Cameron rechtsradikal? Kein Mensch würde ihm das vorwerfen. Zumindest hat man bisher nichts in diese Richtung gehört. Doch die Forderungen des britischen Regierungschefs zur Einwanderung gehen weit über das hinaus, was Mitglieder der PEGIDA in Dresden derzeit verlangen. Statt Cameron werden jedoch die Demonstranten in die rechte Ecke gestellt und als Hass-Bürger diffamiert. ..."

PEGIDA, STREIK ALLE, RÜCKTRITT MERKEL

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/markus-gaertner/warum-die-wut-der-buerger-kein-verfallsdatum-hat.html

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