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07.08.2015

18:24 Uhr

Was vom Tage bleibt

Die Einigung ist kaum noch zu vermeiden

VonStefan Menzel

Griechenland steuert auf das Ende der Verhandlungen zu, Trump triumphiert bei Republikanern. Guter Start für den neuen Allianz-Chef, Google verspricht mehr Sicherheit und das WLAN der Bahn streikt. Der Tagesrückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Auf der Zielgeraden

Der Betrag ist klein. Gerade einmal 186 Millionen Euro hat Griechenland an den Internationalen Währungsfonds zurückgezahlt. Doch diese Überweisung hat hohen symbolischen Wert: Athen erkennt die Forderungen des IWF an und hält sich damit wieder an die Spielregeln. Damit wird auch klar, dass sich die Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket ihrem Ende nähern. Das Ergebnis dürfte klar sein: Die Gespräche werden mit einem Erfolg abgeschlossen. Griechenland ist bald nicht mehr der Paria, sondern kehrt zurück in den Kreis der europäischen Nationen.

Die erste Runde

Donald Trump hat die erste TV-Runde unter den republikanischen Präsidentschaftsbewerbern für sich entscheiden können. Er ist vordergründig erfolgreich, weil er das typische Trump-Muster angewandt hat: laut poltern, rücksichtslos sein, den Gegner über den Tisch ziehen. Im Lager der Republikaner mag das vielleicht im Moment noch erfolgversprechend sein. Aber vielleicht erkennen die US-Konservativen während der Vorwahlen noch, dass sie mit dem Immobilien-Milliardär den falschen Kandidaten nominieren würden. Mit Oberflächlichkeit lassen sich keine Wahlen gewinnen. Spätestens bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr hätte die demokratische Bewerberin Hillary Clinton leichtes Spiel und würde Trump locker an die Wand drücken.

Nur der Anfang

Die ersten Wochen für Oliver Bäte können sich sehen lassen. Der neue Allianz-Vorstandschef legt ordentliche Zahlen für das erste Halbjahr vor, die Aktie des Versicherungskonzerns arbeitet sich wieder langsam nach oben. Doch die eigentlichen Aufgaben stehen Bäte erst noch bevor: Er muss das schwierige Geschäft mit Lebensversicherungen in den Griff bekommen, in den Schwellenländern könnte der Münchener Konzern noch um einiges zulegen. Erst wenn Bäte auch auf diesen beiden Feldern etwas präsentieren kann, dann ließe sich sagen: Er ist wirklich erfolgreich gestartet.

Späte Reaktion

Apple hat gegenüber seinen Wettbewerbern einen ganz entscheidenden Vorteil. Der US-Konzern bietet nicht nur Geräte an, sondern hat auch die passende Software im Programm. Deshalb kann Apple etwa schnell auf neue Sicherheitsprobleme reagieren. Samsung, Sony, LG & Co müssen sich stattdessen auf die Google-Software Android verlassen und können das Thema Sicherheit nicht selbst steuern. Google hat das Thema nun endlich erkannt und will die Sicherheitsstandards bei Android erhöhen. Wohl gerade noch rechtzeitig, sonst wäre Apple auf ewig enteilt.

Bahn, eigentlich wie immer

Wie oft schon hat uns die Deutsche Bahn die große Internet-Revolution versprochen. Auch in den Zügen des Staatskonzerns sollte das Arbeiten am Computer endlich zu einem echten Vergnügen werden, besonders die ICE würden mit neuer Übertragungstechnik ausgestattet. Jetzt muss die Bahn eingestehen, dass die dort bereitgestellten Kapazitäten nicht reichen. Wieder einmal hat das Staatsunternehmen bewiesen, wie wunderbar es am tatsächlichen Bedarf vorbeiplanen kann. Wann versteht die Deutsche Bahn endlich ihre Kunden? Nie?

Bleiben Sie an diesem Wochenende zu Hause und genießen Sie das schöne Wetter. Freuen Sie sich auf jeden Fall auch über die stabile Internet-Verbindung daheim – mit Ihrem eigenen WLAN-Netz. Es grüßt Sie herzlich

Stefan Menzel

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