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04.08.2015

18:52 Uhr

Was vom Tage bleibt

Die Entscheidung

VonStefan Menzel

Der Generalbundesanwalt geht, die Rentenkasse profitiert von der Zuwanderung. Gold verliert den Zuspruch der Anleger, BMW muss die Konkurrenz vorbeiziehen lassen und die Arbeitszeit wird flexibler. Der Tagesrückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Wenn gar nichts mehr geht

Lauter kann niemand um seine Entlassung bitten. Mit seiner offenen Attacke auf Justizminister Maas hat Generalbundesanwalt Harald Range regelrecht darum gebettelt. Riesengroß ist der Gegensatz zwischen dem Minister und einem seiner wichtigsten politischen Beamten geworden. Jetzt besteht immerhin die Chance, den Skandal um den vermeintlichen Landesverrat der Journalisten von Netzpolitik.org in Ruhe zu klären. Der Verfassungsschutz hat sich in der Sache allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckert. Dessen Präsident Hans-Georg Maaßen sollte ganz schnell darüber nachdenken, ob die Strafanzeigen wirklich nötig waren. Wer die Meinungsfreiheit beschädigt, der beschädigt auch unsere Verfassung.

Die Fakten sprechen lassen

In der Flüchtlingsdebatte haben die Emotionen lange genug die Schlagzeilen dominiert. Ängste werden geschürt, der Bevölkerung wird ein übergroßes Bedrohungspotenzial vorgegaukelt. Wie wäre es, stattdessen einfach die Fakten sprechen zu lassen. In der Rentenkasse steigen die Einnahmen, besonders durch die Zuwanderer. Jeder zehnte Beitragszahler besitzt inzwischen einen ausländischen Pass. Wegen der zu niedrigeren Geburtenraten braucht Deutschland die Zuwanderung, um etwa die Rentenversicherung am Laufen zu halten. Das sind Fakten, die für sich sprechen. Und zudem noch außerordentlich ermutigend sind.

Nichts mehr los beim Gold

Griechenland, war da nicht etwas? An den Finanzmärkten ist deutlich mehr Ruhe eingekehrt, von der griechischen Bedrohung ist keine Rede mehr. Und damit sinken auch die Aussichten für die Krisenwährung, das Gold. Der Goldpreis fällt von Woche zu Woche, sogar die Schallgrenze von 1000 US-Dollar für die Feinunze rückt inzwischen in greifbare Nähe. Anleger sollten also vorsichtig sein, die glorreichen Zeiten für das Gold sind erst einmal vorüber. Wer auf einen steigenden Goldpreis setzt, der liegt völlig daneben.

BMW kommt an die Reihe

Irgendwann erwischt es jeden. Noch vor einem Jahr galt BMW als die unangefochtene Nummer eins unter den deutschen Premiumherstellern. Die Münchener schienen mit ihren Autos alles richtig zu machen, Mercedes und Audi hatten das Nachsehen. Doch es muss nur ein wenig Zeit vergehen, dann drehen sich die Verhältnisse. BMW fährt der Konkurrenz heute hinterher, Stuttgart und Ingolstadt haben jetzt die Nase vorn. In München muss sich also niemand grämen: Irgendwann wird wieder BMW den anderen die Rücklichter zeigen.

Ganz viel Flexibilität

Alles dreht sich, alles ändert sich ständig. Auch wenn es wie eine Plattitüde klingt, ist es trotzdem wahr. Besonders das Internet verändert unser Arbeitsleben mit einer rasenden Geschwindigkeit. Kein Stein wird auf dem anderen bleiben, unsere Wirtschaft verlangt viel mehr an Flexibilität. Das betrifft allen voran die Dienstleistungen, die rund um die Uhr nachgefragt werden. Das gilt natürlich gerade auch für das Wochenende. Arbeit am Samstag und am Sonntag, das wird für viele von uns völlig normal werden.

Heute Abend gibt es eine Pause von der Flexibilität, es zählt allein der Feierabend. Es grüßt Sie herzlich

Stefan Menzel

Kommentare (3)

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Hein Bloed

04.08.2015, 19:27 Uhr

Die Rentenkasse profitiert von der Zuwanderung.
Sie haben mein vollstes Vertrauen, Herr Menzel

Herr Horst Meiller

04.08.2015, 19:48 Uhr

Die Rentenkasse profitiert...? Haben die jetzigen Asylforderer alle sofort 10 Jahresbeiträge als Facharbeiter im voraus einbezahlt?

Hein Bloed

04.08.2015, 19:58 Uhr

Als Parade-Asylant werden Sie verbeamtet also 70% vom Salär.

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