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28.02.2014

18:37 Uhr

Was vom Tage bleibt

Die falsche Entschuldigung

VonOliver Stock

Viktor Janukowitsch bleibt auch im Exil ganz der Alte. Jürgen Fitschen holt sich Gäste in den Vorstand der Deutschen Bank. Beim Goldpreis lässt sich trefflich schummeln. Und der Yuan wird abgewertet. Der Tagesbericht.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

So spricht der Despot
Der abgesetzte ukrainische Präsident Janukowitsch hat heute für einen Halbsatz lang aufhorchen lassen. „Ich möchte mich entschuldigen“, sagte er bei einer Pressekonferenz auf russischem Boden. Dann fuhr er fort: „Dafür, dass ich nicht die Kraft hatte, diese Gesetzlosigkeit zu verhindern.“ Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass ein Despot zum Demokraten wird.

Nettes Paar
Gerhard Schick, grüner Abgeordneter und Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, sind ein eingespieltes Team. Als der Grüne jüngst ein Buch schrieb, kam der Banker eigens nach Berlin, um auf der Bühne des Deutschen Theaters mit dem Politiker darüber zu plaudern. Jetzt folgt die Gegeneinladung: Schick solle Mal zu einer Vorstandssitzung der Bank nach Frankfurt kommen, sagte Fitschen heute. Die beiden sind ein nettes Paar: Erst gehen sie miteinander ins Theater, nun ins Büro: der Schlagabtausch wird zur Gewohnheit.

Der geregelte Glanz
Erst der Zinssatz, dann die Devisenkurse, nun der Goldpreis: In einer Studie kommen Analysten zu dem Schluss, dass jene Banken, die den Preis für das Edelmetall täglich neu verhandeln, auch dabei manipuliert haben könnten. Wer dachte, Gold glänzt von allein, ahnt nun: Auch dieser Glanz lässt sich regeln.

Der Yuan rauscht ab
Der Yuan ist heute gegenüber dem Dollar so stark gefallen wie seit sieben Jahren nicht. Das Beruhigende dabei: In China passiert nichts, ohne dass die Regierung dahintersteckt – auch keine Währungsabwertung. Das Beunruhigende: In China passiert nichts, ohne dass die Regierung dahinter steckt. Gerade keine Währungsabwertung.

Die Verursacher im eigenen Haus
Energieminister Sigmar Gabriel klagt fristgerecht dagegen, dass die EU jene Beihilfen prüft, die Deutschland seinen stromintensiven Betrieben zahlt. Richtig an diesem Vorgehen ist, dass wir vieles unternehmen müssen, damit unsere Unternehmen auch bei steigenden Energiekosten noch etwas unternehmen können. Ob Brüssel aber der Verursacher hoher Kosten ist, oder nicht doch am Ende die Mannen im eigenen Haus, sollte Gabriel noch einmal prüfen.

Ein energiegeladenes Wochenende wünscht Ihnen

Oliver Stock

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

28.02.2014, 19:51 Uhr

Lieber Janukowitsch als den Dummen Klitschko.

Account gelöscht!

28.02.2014, 20:20 Uhr

Es geht auch eher ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass Herr Stock seinem hoffentlich erlernten Beruf nachgeht, wenn denn der erlernte Beruf der des Journalisten ist? Weiss mann´s? Zweifel sind jedenfalls angebracht, bei der durchweg tendenziösen Berichterstattung! Es schaut eher nach Hofberichterstattung aus.
Was bringt bloss einen Menschen dazu, sich so zu verbiegen? An mangelnder Intelligenz oder mangelndem Wissen kann es in diesem Falle sicher nicht liegen, denke ich mal, doch wer weiss auch dies?

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