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29.01.2015

19:34 Uhr

Was vom Tage bleibt

Die Preise, ölbedingt im Tiefflug

VonStefan Menzel

Im Januar sind die Preise gefallen, Putin drohen neue, scharfe Sanktionen. Der Airbus-Militärchef muss gehen, die Deutsche Bank verdient gut und wir freuen uns über unsere neue Webseite. Der Tag im Rückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Ohne Angst

Eigentlich ist das für uns alle völlig normal: Von Jahr zu Jahr steigen die Preise ein wenig, so an die zwei Prozent betrug die jährliche Preissteigerungsrate. Doch im Januar ist plötzlich alles ganz anders: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise um 0,3 Prozent gefallen, das Geld im Portemonnaie ist also am Ende tatsächlich mehr geworden. Das ist jetzt kein Anlass, sich vor einer plötzlich heraufziehenden Deflation zu fürchten. Was ist dann der Grund? Es liegt am rasenden Verfall des Ölpreises, und es gibt also keinen Grund zur Panik. Freuen wir uns doch einfach darüber, dass das Geld plötzlich mehr wert geworden ist.

Die letzte Antwort

Swift ist ein Wort, das die Russen fürchten. Swift ist ein Unternehmen mit Sitz in Belgien, über das alle Banken dieser Welt ihren Zahlungsverkehr untereinander abwickeln. Mit dabei sind natürlich auch die russischen Banken. Würde der Westen Russland aus dem Swift-System hinauswerfen, wäre das der Mega-Gau für das russische Bankensystem, dem der Zusammenbruch drohte. Der Westen darf diese Waffe nicht leichtfertig einsetzen. Aber wenn Russlands Präsident Putin den Krieg in der Ostukraine weiter eskalieren lässt, dann wäre der Ausschluss aus dem Swift-System die adäquate Antwort.

Mit klarer Konsequenz

Wer seinen Job nicht ordentlich macht, der muss gehen. Jetzt hat es Domingo Urena-Raso erwischt, den Chef der Militärsparte von Airbus. Der Spanier übernimmt die Verantwortung für die Pannenserie beim Militärtransporter A400M. Eine richtige Entscheidung. Die Fehler sind der Tat so haarsträubend gewesen, dass der Airbus-Manager gehen musste. Eine solche Konsequenz wünscht man sich auch in anderen Unternehmen.

Zeit zum Luftholen

Etwas mehr Luft für die Deutsche Bank: Die am Donnerstag vorgelegten Zahlen sind am Ende besser als erwartet ausgefallen. Doch ein Grund zum Aufatmen ist das noch lange nicht. Weltweit sitzen Staatsanwälte und Finanzkontrolleure den Deutsche-Bank-Verantwortlichen im Nacken. Die vielen Ermittlungs- und Gerichtsverfahren könnten noch verdammt teuer für Deutschlands größtes Geldhaus werden. Die Aktionäre brauchen auf jeden Fall viel Geduld. Es werden Jahre vergehen, bis alle Verfahren abgeschlossen sind. Den Eignern bleibt nur die Hoffnung, dass die Strafzahlungen am Ende doch niedriger als erwartet ausfallen werden.

Unsere neue Seite

Und zum Schluss: Die Redaktion von Handelsblatt Online bedankt sich ganz herzlich für die vielen Reaktionen der Leser auf unsere neue Webseite. Mit großer Mehrheit sagen Sie uns, dass wir alles ordentlich gemacht haben und auf dem richtigen Weg sind. Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Arbeit mit einem solchen Urteil gewürdigt wird. Für uns ist das ein weiterer Ansporn, darauf mit gutem Journalismus zu antworten. Und Sie verzeihen es hoffentlich, wenn es an den kommenden Tagen noch zu dem einen oder anderen kleineren (technischen) Ruckler kommen sollte.

Ihnen einen schönen Abend und natürlich viel Spaß mit unserer neuen Webseite. Es grüßt Sie herzlich   

Stefan Menzel

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