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22.05.2014

19:11 Uhr

Was vom Tage bleibt

Ein offenes Haus

VonStefan Menzel

Deutschland erfährt eine Rekordzuwanderung, die Metro will in Russland expandieren. Thailand erlebt einen Militärputsch, Ryanair verliert Piloten und Deutschland verbessert seine Wettbewerbsfähigkeit. Der Tagesrückblick.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Ein herzliches Willkommen

Deutschland hat wieder einmal einen Rekord aufgestellt. Gut 1,2 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr aus dem Ausland nach Deutschland gezogen. So viel wie seit 20 Jahren nicht mehr. Diese Zahl belegt einmal mehr, wie attraktiv unser Land geworden ist. Es lohnt sich ein Blick darauf, woher die Zuwanderer gekommen sind. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Menschen aus der Europäischen Union, vor allem aus Polen, Spanien, Italien. Das ist gelebte europäische Normalität. Ein Willkommen unseren neuen Mitbürgern, zusammen können wir am gemeinsamen Haus Europa bauen.

Der Glaube an Russland

Ist es Sturheit oder Realismus? Es ist wahrscheinlich Letzteres, wenn Metro-Chef Olaf Koch weitere Investitionen in Russland ankündigt. Für den Chef von Deutschlands größtem Handelskonzern geht die Ukraine-Krise langsam zu Ende. Seine Ankündigung ist auch ein Versuch, wieder mehr Ruhe und Vernunft in die europäisch-russischen Beziehungen zu bringen. Dazu gehört eben ganz einfach, dass miteinander gehandelt und gesprochen wird. Die Besetzung der Krim durch Russland bleibt ein unfreundlicher Akt und ein Bruch des Völkerrechts. Aber das ist kein Grund, sich von Russland abzukoppeln. Die gegenseitige wirtschaftliche Verflechtung ist hoch – nichts anderes hat der Metro-Chef gesehen.

Zahme Diktatur?

Nach dem Kriegsrecht der schnelle Putsch: Das Militär in Thailand hat nicht allzu lange gewartet und jetzt doch die Macht an sich gerissen. Weil die Politiker sich nicht verständigen konnten und wollten, sahen sich die Militärs auf den Plan gerufen. Sie wollen das Land vor dem Unheil bewahren, das sie heraufziehen sahen. Die wohlwollende Diktatur ohne Blutvergießen? Hoffentlich halten sich die Militärs an ihr Wort und wandeln sich nicht zu brutalen Herrschern. Wenn sie in der Welt ernst genommen werden wollen, dann dürfen sie nicht allzu lange an der Macht bleiben. Wenn das Land wieder demokratiefähig wird, müssen sie sich freiwillig in die Kasernen zurückziehen. Das ist der Lackmus-Test für Thailand.

Flug ins Ungewisse

Ist das wirklich so überraschend? Ryanair-Piloten klagen über schlechte Bezahlung und nehmen Reißaus beim irischen Billigflieger. Häufig genug ist die Fluggesellschaft nicht nur eine Zumutung für die Passagiere, sondern auch für die eigenen Beschäftigten. Die großen, goldenen Zeiten von Ryanair gehen zu Ende, das Konzept der extremem Niedrigpreise funktioniert nicht mehr. Das sind keine rosigen Aussichten für das Unternehmen, eine sichere Zukunft sieht anders aus.

Vormarsch

Für den Spitzenplatz hat es nicht gereicht. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Deutschland ist im internationalen Wettbewerbsvergleich wieder ein paar Plätze nach vorne und näher an den Spitzenreiter USA herangerückt. Wir könnten also eigentlich zufrieden mit dem sein, was hierzulande wirtschaftlich passiert. Doch die Regierung in Berlin arbeitet gerade heftig daran, dass Deutschland beim Wettbewerbsvergleich wieder nach hinten rutscht. Am Freitag soll im Bundestag die Rente mit 63 verabschiedet werden. Wirtschaftlich ist das völliger Irrsinn. Kommen noch mehr solch verrückte Beschlüsse, geht es ganz schnell bergab.

Ärgern Sie sich nicht zu sehr, einen erholsamen Abend wünscht

Stefan Menzel

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.05.2014, 20:33 Uhr

Zuwanderung! Warum melden die Politiker nur Erfolge und verschweigen vorsätzlich die Probleme wie Kosten, Kriminalität usw.. Wieso weigern Sie sich die Kriminalität jeder Art zu akzeptieren? Sind Sie selber die aktiven Unterstützer der Kriminellen wie. z.B. Rechtsanwälte vertreten auf unseren Kosten kriminelle Asylanten, die geschleust werden und arbeitsunwillig sind? So erhält man auch seinen Arbeitsplatz! Wieso soll der Islam bei uns Staatsreligion werden ( Gauck: Schulen für Kriminelle, damit sie mehr Erfolg haben wie in Nigeria, Sudam Kenia, Syrien usw.)? Ich will keine Nachbarn in Ceutschland haben, die schon nicht gewillt sind, in Ihrer Heimat in Frieden zu lebe bzw. diese auf zu bauen. Jeder Asylant will angeblich arbeiten und weigert sich Aufbauarbeit zu leisten in der Heimat, weil ich Entwicklungshilfe zahlen muß! Deutsche Politiker wollen dieses System! Auch die Bundeswehr hält sich daran: Kein Frieden fördern, nur Arbeitsverweigerung betreiben. Wann schreit der deutsche Bürger auf, bzw. bricht unter der Last der Zahlungen zusammen, weil er nicht die Welt finanzieren kann?

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