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21.11.2012

18:02 Uhr

Was vom Tage bleibt

Eine Peinlichkeit für die Finanzminister

VonMartin Dowideit

Selbst der immer wahrscheinlicher werdende Ausfall griechischer Hilfskredite perlt an Kanzlerin Angela Merkel ab. Da ändert auch ein angriffslustiger Herausforderer nichts dran. Der Tagesrückblick.

Martin Dowideit leitet das Ressort Unternehmen & Märkte bei Handelsblatt Online.

Martin Dowideit leitet das Ressort Unternehmen & Märkte bei Handelsblatt Online.

Guten Abend,

Griechenland muss bangen

Es war mal wieder ein ernüchterndes Treffen der europäischen Finanzminister. Es gab keine Einigung zur Zahlung der nächsten Tranche des Finanzpakets für Griechenland. An vermeintlichen Details verbissen sich die Politiker. Doch in Wahrheit geht es wohl mittlerweile um mehr. Die Bekenntnisse zur Solidarität entpuppen sich vielleicht doch bald nur als Lippenbekenntnisse. Schön wäre das nicht.

Merkel behält die Samthandschuhe an

Für Angela Merkel hätte es daher heute in der Debatte um den Etat des Kanzleramtes eigentlich ungemütlich werden müssen. Tatsächlich gab sich ihr designierter Herausforderer Peer Steinbrück angriffslustig. Dass die als Kredit gewährten Griechenland-Hilfen am Ende eventuell doch nicht zurückgezahlt werden könnten, passt der Kanzlerin nicht in die Linie. Und trotzdem blieb sie heute ruhig und streifte das Thema nur. Das täuscht darüber hinweg, dass Merkel ihre Politik der Trippelschritte überdenken muss.

Keine zweite Amtszeit

Die Vorschusslorbeeren waren immens, als Barbara Kux bei Siemens zur weltweiten Einkaufschefin wurde und im Jahr 2008 in den Vorstand einzog. Die Berufung war auch ein Symbol für die wachsende Rolle, die Frauen in Großkonzernen spielen sollen. Doch der Vertrag der 58-Jährigen wird jetzt wohl nicht verlängert, obwohl sie daran Interesse gehabt haben soll. Ein Dax-Vorstand bleibt eben auch in Zeiten der Gleichberechtigung ein Haifischbecken.

Dick im Geschäft

Die Worte Chemie-Konzern und gesunde Ernährung in einem Satz zu verwenden, ist merkwürdig. Doch BASF ist eben nicht nur im Geschäft mit Öl, Gas und Chemikalien aktiv. Auch Vitamine gehören zur Palette der Ludwigshafener. An den Trend zu bewusster Ernährung glauben die Chemiker so sehr, dass sie über 600 Millionen Euro in den Kauf einer norwegischen Firma stecken. Damit wird BASF zum wichtigen Anbieter der als gesundheitsfördernd geltenden Omega-3-Fettsäuren. Schuster sucht sich neue Leisten?

139

Es gibt sagenumwobene Zahlen. Die „42“ gehört dazu, die laut „Per Anhalter durch die Galaxis“ die Antwort auf alles ist. Die „3“ gehört dazu, die „7“ auch – beide aus christlichen Gründen. Bei uns hat heute die „139“ für Aufsehen gesorgt. Denn so viele Gesetze musste das Bundesverfassungsgericht von 1999 bis 2011 korrigieren, obwohl sie vom Bundestag eigentlich für rechtlich einwandfrei gehalten worden waren. Seit heute bieten wir Ihnen jeden Morgen einen Blick auf unsere „Zahl des Tages“.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Martin Dowideit

Der Autor auf Twitter: @MDowideit

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

21.11.2012, 18:51 Uhr

Kleine Empfehlung an Herrn Dowideit, der Artikel erschließt vielleicht einen erweiterten Horizont.Lohnt sich!!

http://www.sueddeutsche.de/politik/parallelwelt-konservatives-amerika-was-uns-nicht-passt-wird-ausgeblendet-1.1526977

Republikaner

21.11.2012, 19:31 Uhr

Die Dame wírd in 10 Monaten abegewählt!

Account gelöscht!

21.11.2012, 19:42 Uhr

Da mach ich mit!

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