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14.03.2012

18:18 Uhr

Was vom Tage bleibt

Elefantenrennen am Rhein

VonFlorian Kolf

An spannenden Nachrichten war der Tag nicht arm: Nordhein-Westfalen steht vor Neuwahlen und Schlecker-Kunden bald oft vor verschlossenen Türen. Und Ben Bernanke entdeckt Social Media. Der Rückblick

Florian Kolf ist Managing Editor des Handelsblatts.

Florian Kolf ist Managing Editor des Handelsblatts.

Wunderschönen guten Abend,

Volle Kraft voraus in NRW

Nordrhein-Westfalen steht ein spannender Wahlkampf bevor. Nachdem der Landtag heute seine Auflösung beschlossen hat, stehen nun auch schon die Spitzenkandidaten fest. Gleich zwei Bundesminister wollen gegen die Amtsinhaberin Hannelore Kraft antreten, Norbert Röttgen von der CDU und Daniel Bahr von der FDP. Das gibt ein fröhliches Elefantenrennen. Und mutig ist es für Röttgen und Bahr allemal, denn Kraft ist im Rheinland ziemlich populär und die Umfragen günstig für Rot-Grün.

Maschmeyer packt aus
Er investiert in Fahrräder, berät Freunde, schreibt Bücher und will bald heiraten. Der Verkauf von Fonds und Versicherungen hat Carsten Maschmeyer reich gemacht - aber leider auch manche seiner Kunden ärmer. Doch damit hat der AWD-Gründer abgeschlossen. Nun sind erste Auszüge aus seiner Autobiographie erschienen, in den er auch über Christian Wulff plaudert. Doch der braucht sich garantiert keine Sorgen zu machen. Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus.

Schlecker packt ein
Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat jetzt bekannt gegeben, welche der mehr als 2000 Filialen schließen werden. Das Aus für die betroffenen Geschäfte kommt sehr schnell, die Mitarbeiter wurden schon gestern informiert. Damit verliert Schlecker nun seinen eigentlichen Wettbewerbsvorteil, die Präsenz in der Fläche. Das sind gute Nachrichten für Rossmann und DM. Denn im direkten Vergleich der Filialen haben sie meist die Nase vorn.

Ben Bernanke twittert jetzt

Der mächtigste Notenbanker der Welt geht mit der Zeit. Er twittert jetzt unter einem Account der US-Zentralbank Federal Reserve. Der Start wirkt allerdings enttäuschend altbacken. Naja, wenn die erste Regel im Social Net ist, authentisch zu sein, dann hat er damit wohl alles richtig gemacht.

Was fehlt? Eine Studie von US-Wissenschaftlern hat ergeben, dass Wähler grundsätzlich Kandidaten mit tiefen Stimmen bevorzugen. Haben Hannelore Krafts Konkurrenten dann doch wieder eine Chance in NRW? Um aus diesem Quotenkeller herauszukommen, müsste zumindest Daniel Bahr sich wohl von Gunther Emmerlich synchronisieren lassen.

Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

Florian Kolf

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Kommentare (2)

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coalition_men

14.03.2012, 18:41 Uhr

Wären es wenigstens Elefantenrennen, die Republik hätte wenigstens noch irgendetwas zu lachen.
Mal ehrlich: Bar und Röttgen als Elefanten?

with best whishes urs cash down coalition

sein_fein

14.03.2012, 20:44 Uhr

warum teuer einkaufen wenns auch billiger geht?

Fragen wir mal unsere MBA's, deren teure Ausbildung einfach lediglich billiger 'rüberkommt.

sein fein

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