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29.07.2015

20:22 Uhr

Was vom Tage bleibt

Gabriels enttäuschter Liebhaber

VonOliver Stock

Der griechische Ex-Finanzminister hatte sich so gut mit Gabriel verstanden, bis zu dem Tag, an dem etwas Einschneidendes passierte. Was? Um das zu erfahren, sollten Sie diese Kolumne lesen.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Bruderliebe

Sie waren wie Brüder. So beschreibt der Ex-Finanzminister Griechenlands, Varoufakis, sein Verhältnis zum amtierenden Wirtschaftsminister Deutschlands, Gabriel. Bis dann Gabriel diesen Satz mit den deutschen Familien, die den griechischen Schlendrian bezahlen müssten, gesagt hat. Da war es schlagartig vorbei mit den good feelings. Varoufakis ist übrigens nicht der erste enttäuschte Gabriel-Liebhaber. Vielleicht kann er Trost bei Steinbrück suchen.

 

Freund-Feind-Kennung

Der türkische Staatschef Erdogan hat den Krieg gegen die Kurden ausgerufen, jene Nation also, die wir Deutsche vor einem Jahr bewaffnet haben, weil sie die einzigen waren, die gegen die Terrormiliz IS ins Feld ziehen wollten. Jetzt könnten Kurden just diese Waffen gegen Erdogans Truppen verwenden. Womit bei aller Unklarheit eines klar ist: Auch die intelligentesten Waffensysteme haben keine eingebaute Freund-Feind-Kennung.

 

Chinas Eigenleben

Chinas Börse bebt. Das macht sie jetzt seit etwa einem Monat. Und beruhigen lässt sie sich nicht. Das einzige Beruhigende ist, dass der schwarze Monat an Pekings Börse bisher keinen einzigen schwarzen Montag an einer europäischen oder amerikanischen Börse ausgelöst hat. Chinas Börse hat ein Eigenleben. Manchmal ist das gut so.

 

Schreiende Ungerechtigkeit

Disneyland in Paris bekommt Ärger mit der EU-Wettbewerbsbehörde. Der Grund: Französische Besucher zahlen weniger Eintritt als deutsche, wenn sie in den Vergnügungspark wollen. Das ist natürlich eine schreiende Ungerechtigkeit. Vorschlag zur Güte: Wir zahlen alle das Gleiche, nur die Griechen laden wir ein. Auf die paar Millionen kommt es nun auch nicht mehr an.

 

Dem ADAC sei Dank

Der ADAC hat Tunnel getestet. Der sicherste liegt in Thüringen, heißt Berg Bock und ist 2,7 Kilometer lang. Der gefährlichste liegt in der Schweiz, heißt Gotthard und ist 17 Kilometer lang. Der kurze ist also sicherer als der lange. Herzlichen Dank, lieber ADAC für diesen Befund.

 

Gipfelstress

Angela Merkel hat ihren anstrengendsten Gipfel vor sich. Das ist ein 2000er in Südtirol. Sie urlaubt dort seit vielen Jahren. Es scheint einen Zusammenhang zu geben: Je unspektakulärer der Urlaubsort eines deutschen Kanzlers ist, desto länger bleibt er im Amt. Adenauer fuhr an den Comer-, Kohl an den Wolfgangsee. Der erste blieb 14 Jahre, der zweite 16 Jahre im Amt. Die Urlaubstirolerin Merkel könnte das toppen.

 

Einen unspektakulären Abend wünscht Ihnen

Oliver Stock

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