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01.06.2015

18:38 Uhr

Was vom Tage bleibt

Gibt es nach dem Abendessen Geld für Griechenland?

VonOliver Stock

Merkel, Juncker und Hollande schmieden einen Plan für Athen. Douglas lässt die Börse sausen. Und England hat einen neuen Robin Hood. Was heute sonst noch geschah, lesen Sie hier.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Aufrichtige Freunde

Gemeinsame Gegner verbinden: Francois Hollande und Angela Merkel, dieses Paar, das sich anfangs wenig zu sagen hatte, sitzt heute Abend schon wieder in Berlin beim Abendessen zusammen. Jean-Claude Juncker ist auch dabei. Man wird die gemeinsamen Erinnerungen an das Ringen mit Putin auffrischen, man wird sich gegenseitig versichern, auch in der Runde der G7 einander im Auge zu behalten, und über die Herren in Athen reden, denen das Geld ausgeht. Sind Merkel und Hollande aufrichtige Freunde geworden? Möglicherweise halten sie es mit Schopenhauer: „Aufrichtigkeit“, sagt der, „gibt es nur unter Feinden.“

Moderner Nostradamus

Douglas, jenes Reich der guten Düfte, geht doch nicht an die Börse. Stattdessen übernimmt ein Finanzinvestor das Unternehmen von einem anderen Finanzinvestor. „Der Börsengang hat sich nur als zweitbeste Option für das Unternehmen herausgestellt“, sagte Douglas-Chef Henning Kreke. Kreke ist offenbar ein Nachfahre von Nostradamus – und hat diesen sogar verfeinert: Er kann nicht nur in die Zukunft sehen, er kann auch Dinge voraussagen, die sich gar nicht mehr ereignen werden.

Beweise im Netz

Gut zehn Monate nach dem Abschuss einer Passagiermaschine über der Ostukraine mehren sich Hinweise, dass Russland Fotos, die der Ukraine die Schuld daran geben, manipuliert haben soll. Das berichtet Bellingcat, ein britisches Online-Portal von und für Leute, die es genau wissen wollen. Liegen sie mit ihren Indizien richtig, wäre es ein ordentlicher Scoop, den die Macher für sich verbuchen könnten. Eine echte Überraschung allerdings haben sie uns damit nicht mitgeteilt.

Burger auf Rädern

Die Fastfood-Kette Burger King will einen bundesweiten Lieferdienst anbieten. Burger King leidet noch immer unter einem Hygiene-Skandal, der das Unternehmen in Deutschland gründlich durchgeschüttelt hat. Der Lieferservice soll das nun vergessen machen. Offenbar glaubt man im Management: Im eigenen Wohnzimmer kaut es sich unbeschwerter.

Der Robin Hood der Fifa

England hat einen neuen Robin Hood. Er heißt Greg Dyke und ist Chef des britischen Fußballverbands. Dyke, der aufrechte Kämpfer gegen das Schmieren, fordert Deutschland und weitere Länder zu einem Boykott der Weltmeisterschaft auf. Das Vorhaben müsse von mindestens zehn großen Ländern unterstützt werden, um Auswirkungen zu haben, sagt er. Leider kann er auf Beckenbauer und Co.dabei nicht wirklich zählen. Neben Dyke wirkt Beckenbauer wie der Sheriff von Nottingham: Der hat auch einer höheren Macht die Treue gehalten, die in Wahrheit schon längst wurmstichig geworden war.

Einen fifafreien Abend wünscht Ihnen

Oliver Stock

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