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26.10.2015

18:50 Uhr

Was vom Tage bleibt

Neuer Anlauf für die Autobranche

VonStefan Menzel

Autobetriebsräte verlangen eine Batterie für Deutschland, Sparer verdienen auch bei niedrigen Zinsen. Die EU kann sich doch noch einigen, Polen hat eine neue Regierung und Wurst fördert Darmkrebs. Der Tagesrückblick.

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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Trend der Zeit

Die mächtigen Betriebsräte der großen Autohersteller liegen völlig richtig damit, wenn sie jetzt gemeinsame Anstrengungen aller Konzerne beim Elektroantrieb verlangen. Deutschland braucht eine eigene Batteriefertigung. Es wird Zeit, dass die Vorstände der Autohersteller auf den Zug aufspringen und die Vorschläge der Betriebsräte übernehmen. Vielleicht hat der Dieselgate am Ende sogar etwas Gutes: Die Automobilbranche wacht auf!

Real, nicht nominal

Den Anlagenotstand gibt es nicht. Die Bundesbank weist völlig zu Recht darauf hin, dass die Renditen in Deutschland trotz des niedrigen Zinsniveaus so schlecht dann eben doch nicht sind. Warum? Am Ende zählt allein der Blick auf die realen Zinsen, nicht auf die durch die Inflation aufgeblähten Nominalwerte. Da es aktuell keine Inflation gibt, fallen die realen Zinsen besser als gedacht aus. So schlimm ist es um den deutschen Sparer also nicht bestellt.

Ein wenig Kooperation

Das Ergebnis kann sich am Ende sogar sehen lassen: Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich auf ihrem Sondergipfel auf ein 17-Punkte-Programm verständigt, mit dem die Union auf den Flüchtlingszustrom nach Europa reagiert. Natürlich kann es bei solch einem Kompromiss immer mehr geben. Doch die Einigung von Brüssel zeigt, dass die EU lange nicht dem Ende geweiht ist. Europas Staats- und Regierungschefs sind immer noch willens, nach einer gemeinsamen Linie zu suchen.

Schwieriger Partner

Mit der neuen Regierung in Warschau wird es auf europäischer Ebene sicherlich nicht einfacher. Der Sieg der bisherigen Oppositionspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) führt dazu, dass deren neue Regierungschefin Beata Szydlo einen stärker nationalkonservativen Kurs fahren wird. Aber auch damit werden Brüssel und Berlin umgehen können. Denn in Warschau regiert künftig nicht zum ersten Mal ein PiS-Kabinett, Europa ist diese etwas schwierigeren Verhältnisse schon gewohnt.

Zur Freude der Vegetarier

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor zu viel Wurst, Schinken und rohem Fleisch. Wer davon nicht lassen kann, dem droht aus Sicht der Weltgesundheitspolizei ein früher Krebstod. Also rät die WHO zu weniger Fleisch und mehr vegetarischer Ernährung. Das muss aber nicht heißen, dass Fleisch überhaupt nichts mehr auf der Speisekarte zu suchen hat. In Maßen geht alles in Ordnung, also auch Fleisch und Wurst.

Lassen Sie sich den Appetit heute Abend nicht verderben. Es grüßt Sie herzlich

Stefan Menzel

PS: Noch eine Entschuldigung an die Leser, die den abendlichen Newsletter per E-Mail beziehen. Unser Dienstleister hat im Moment Probleme mit dem Versand. Wir alle hoffen, dass die Software-Fehler ganz schnell beseitigt sind.

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