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02.05.2014

18:21 Uhr

Was vom Tage bleibt

Vier Stunden sind zu wenig für eine neue Weltordnung

VonOliver Stock

Merkel und Obama sind ratlose Krisendompteure. Russland spielt mit dem Gashahn. Prokon-Gläubiger werden arm. Portugal kann wieder hoffen. Pfizer ist nicht potent genug. Der Tagesbericht.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Ratlose Krisenmanager

Vier Stunden sind für ein Gespräch zwischen Präsident und Kanzlerin eine ordentliche Zeitspanne. Für die Lösung der Ukraine-Krise ist es aber garantiert nicht genug. Obama und Merkel beraten, was sie tun können. Mehr Hilfe für die Ukraine? Mehr Sanktionen gegen Russland? Von allem etwas? Es sieht so aus, als könnten die beiden beschließen, was sie wollen – die Auseinandersetzung in der Ukraine wird mehr und mehr zum handfesten Krieg. Er ist entstanden, weil Obama, Merkel und einige andere 20 Jahre nicht über die Ukraine geredet haben.

Das Spiel mit dem Gashahn

Russland hat bereits beraten. Die Sanktion gegen Europa sieht so aus, dass die Gaslieferungen bis Ende Mai hier ankommen sollen. Und danach beginnt die Ungewissheit. Gas als Erpressungsmittel. Das wird ein kalter Sommer.

Wer Wind sät

Zwei Drittel weg, ein Drittel noch zu retten – so sieht in etwa die Quote aus, die Gläubiger zu erwarten haben, die einst auf Prokon vertraut haben. Für den Windkraft-Anlagenbetreiber gilt ein biblische Spruch: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. In diesem Fall einen Sturm der Entrüstung bei denen, die ihr Geld los sind.

Triumph der Euroretter

Auch wenn die Europaskeptiker die Krise nur zu gern in unvermindert grellen Farben schildern: Portugal hält sich nicht an dieses Szenario. Das Land wird in zwei Wochen den rettenden Schirm verlassen, den die Europäer einst aufgespannt hatten, um es vor der Pleite zu retten. Die Politik der Euroretter hat gewonnen, und die Schwarzmaler können nach Hause gehen. Es hindert sie übrigens niemand, auch am Tag der Europawahl einfach zu Hause zu bleiben.

100 Milliarden sind nicht genug

Pfizer ist ein potenter Konzern, seit die Amerikaner damals Viagra erfunden haben. Astra-Zeneca heißt der britische Konkurrent, den sich Pfizer gerne zulegen würde. 106 Milliarden Dollar sind die Amerikaner zu zahlen. Die Briten lehnen dennoch ab. Wer jetzt den Schluss zieht, dass Potenz nicht alles ist, liegt zumindest bei finanziellen Angelegenheiten richtig.

Ein kraftvolles Wochenende wünscht Ihnen

Oliver Stock

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

02.05.2014, 19:30 Uhr

Huffington-Post: "ARD-Umfrage: Steinmeier erneut beliebter als Merkel"

==> Übersetzt heisst das:

"Merkel noch unbeliebter als Steinmeier".

Frau Merkel soll mal in Washington sagen, dass Deutschland "in der Mitte" der Grossmächte steht, unabhängig und "preudo-frei" und an keiner Seiten "kleben" will. Auf Befehl der Amerikaner geben wir auch Russland keinen Tritt in den Hintern, denn morgen müssen wir wieder mit ihnen gut auskommen. Wozu haben wir 50 Jahre Freunschaft gepflegt als Wiedergutmachung für die Belagerung Stalingrads ?

Als Umkehrschluss wollen die Deutschen aber auch, dass mal irgendwann gut sein muss mit der "2. Welt-kriegs- und Hitler-Buße gegenüber den Russen und den jüdischen Bewohnern" und nicht immernoch 2x täglich Hitler-Filme im deutschen Fernsehen (n-tv, ZDF-info, Phoenix usw.) , als ob gestern der 8. Mai 1945 gewesen wäre.

Lasst doch mal die Deutschen in Ruhe ! Wir sind nicht die Marionette für jeden und immerzu. Wir sollten für unsere UNABHÄNGIGKEIT und FREIHEIT stehen ! Gegenüber den Grossmächten und gegenüber "EU in Brüssel".

Aber Frau Merkel zieht nur grinsend den Kopf unter ihre braune Jacke ein und schweigt.

Account gelöscht!

02.05.2014, 19:30 Uhr

Hallo Herr xxxxxxxxxxx,

heute habe ich meine Stimme im Einwohnermeldeamt xxxxxxxxxxx abgegeben. Das sollte man tun und PERSÖNLICH seinen Stimmzettel (unten alternativ angekreuzt) einwerfen.

Mir fiel auf, dass ein angebundener "weicher Bleistift CASTELL" in der Wahlkabine auslag. Als ich nachfragte bei den Frauen vom Bürgerbüro wurde mir gesagt, das habe der Wahlleiter PERSÖNLICH so angeordnet, dass nur ein BLEISTIFT ausgelegt wird. Es werden also möglichst viele "Bleistift-Kreuze" erhofft ??

Ich kreuzte trotzdem mit Kugelschreiber an.

Ich finde, man sollte eine "Kampagne gegen Bleistifte in Wahlkabinenen" (ggf. bundesweit ?) machen, damit der Stimmzettel unfälschbar ist, jedenfalls kann man das Kreuz dann nicht wegradieren, maximal ungültig machen durch weitere Kreuze. Beim Bürger würde das gut ankommen, denn alternativ steht doch für Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Mit freunlichem Gruss !

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WER IST DAFÜR, DASS BLEISTIFTE IN WAHLKABINEN VERBOTEN WERDEN ??

Account gelöscht!

02.05.2014, 19:54 Uhr

Zitat : die Auseinandersetzung in der Ukraine wird mehr und mehr zum handfesten Krieg.

- und Merkel mit Obama bleiben dabei nur Statisten, die nichts zu melden haben. Ihren "Sanktiönchen" glaubt doch auch kein Mensch mehr.

Sanktionen kann man nur gegen sich selbst verhängen !

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