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06.05.2015

18:27 Uhr

Was vom Tage bleibt

Warum wir Griechenland ewig retten müssen

VonOliver Stock

In der Zentralbank rauchen die Köpfe, weil Griechenland neue Notkredite braucht. Der German-Wings-Pilot hat den Tod geübt. Und es gibt etwas Neues über die Liebe. Was heute geschah, lesen Sie hier.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Ringen um Kredit

Die Europäischen Zentralbanker reden sich gerade die Köpfe darüber heiß, wie hoch die Notkredite für griechische Banken ausfallen dürfen und welche Sicherheiten dafür hinterlegt werden müssen. Die Notkredite sind das letzte Rettungsseil für die Banken, weil die Geldhäuser sonst pleite gehen. Was passiert, wenn das passiert? Die Zentralbanker dürften nicht den Mut finden, sich das auszumalen.

Schweigende Spione

Über wen die US-Spione der NSA etwas wissen wollen und wo die deutschen Spione des BND dabei geholfen haben, interessiert zumindest die Betroffenen sehr und die Regierung könnte es auch sagen: Aber sie will nicht. Jedenfalls solange nicht, bevor sie sich darüber nicht mit den Amerikanern abgestimmt hat. Damit lässt die Bundesregierung das Parlament am ausgestreckten Arm verhungern. Schön ist das nicht, aber ein richtig zündendes Thema ist es auch wieder nicht. Die Spionage-Affäre taugt für einen politischen Aufreger. Ein Thema mit Potenzial beim Wähler ist sie deswegen nicht.

Den Tod geübt

Der Co-Pilot des abgestürzten Germanwings-Fluges ist bereits auf dem Hinflug nach Barcelona mehrfach viel zu niedrig geflogen. Als der Kapitän nicht im Cockpit war, regelte er, so steht es jetzt im Zwischenbericht der französischen Ermittler, die Flughöhe für einige Sekunden auf gut 30 Meter, korrigierte sie dann aber wieder. Kurz vor dem Absturz auf dem Rückweg hat er dann auch nochmal kurz den Steuerknüppel berührt – ganz so als habe er sich besonnen. Doch es war zu spät. Der Bericht ist die Aufzeichnung eines menschlichen Dramas. Er kann die Vorgänge aufklären, erklären wird er sie niemals.

Geh doch laufen

Heute hat der Chef gesprochen: Rüdiger Grube, Deutschlands oberster Eisenbahner, will den Streik der Lokführer beenden und schlägt vor, dass vielleicht ja der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs Matthias Platzeck an allen Tarifverhandlungen mit der Lokführergewerkschaft GDL als „unabhängige Persönlichkeit“ teilnimmt. Grube vermied das Wort „Schlichter“, weil das die GDL ja ausdrücklich nicht will. „Verhandeln ist das Gebot der Stunde“, sagte er stattdessen. Die Antwort gab Gewerkschaftschef Claus Weselsky zwei Stunden später bei einer Kundgebung in Köln: Grubes Vorschlag sei ein öffentlichkeitswirksamen Witz. „Niemand sollte davon ausgehen, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund eines PR-Gags des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn die Streikaktionen beenden“, sagte Weselsky. Während es Grube ernst meinte, gibt es durchaus gute Gags in diesem Streik. Wissen Sie zum Beispiel, wofür „GDL“ steht? Ganz einfach: „Geh doch laufen.“

Kalt-heiße-Liebe

Jetzt sagen Sie nicht: Diese Nachricht könnt Ihr, liebes Handelsblatt, mir ersparen. Es ist nämlich eine Sensation: Christian und Bettina Wulff haben wieder zusammengefunden. Die Scheidung ist abgeblasen. Das ist doch mal was! Langweilig wäre jetzt nur, wenn das ganze Theater wieder von vorne losgeht: Geld leihen, Haus kaufen, Urlaub bei Freunden . . .

Finden Sie zusammen heute Abend

Oliver Stock

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.05.2015, 20:23 Uhr

Pleite gehen gehört zu einer Marktwirtschaft, aber das HB propagiert hier den Finanzsozialismus, zulasten der rechtschaffenen Bürger ... gute Nacht!

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