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13.10.2015

18:48 Uhr

Was vom Tage bleibt

Wieviel Geld einem Flüchtling zusteht

VonOliver Stock

Schäuble will weniger als den Hartz-IV-Satz ausgeben. Deutsche stehen mehrheitlich hinter Merkel. Pegida befördert sich mal wieder ins Aus. Die Linken machen auf Mäßigung. Was der Tag gebracht hat, lesen Sie hier.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser!

Der Hüter der Kasse
Dürfen Flüchtlinge weniger Geld bekommen als Hartz-IV-Empfänger? Wolfgang Schäuble hält das mit Blick auf seine Haushaltskasse für geboten. Und ja – er hat recht, auch ohne Blick auf die Kassenlage: Die Flüchtlinge stellen uns vor ein neues Problem, wir können es nicht mit den alten Lösungen angehen.

Zwei Drittel stützen Merkel
Ein Drittel der Deutschen möchte die Kanzlerin wegen ihrer Flüchtlingspolitik am liebsten zum Teufel jagen, ergibt eine Umfrage. Zwei Drittel – und das ergibt die Umfrage ja damit auch – kommen offenbar mit dieser Form der Politik mehr oder weniger klar. In Deutschland werden wir in der Regel alle vier Jahre nach unserer Meinung zur Politik gefragt. Dazwischen darf die Politik auch mal entscheiden, ohne gleich aufs Volk zu schielen. Darin liegt ein Wesenszug unserer Demokratie, der nicht der schlechteste sein muss.

Ernstfall Pegida
Wer bei einer Pegida-Demonstration einen Galgen hochhält und kundgibt, dass er daran jemanden Bestimmtes hängen sehen will, glaubt vielleicht, er zeigt Galgenhumor. Tatsächlich wird so ein Spaßvogel zum Ernstfall, weil er sein Demonstrationsrecht zur Hetze missbraucht.

Wer hat geschossen?
Es war eine Rakete aus russischer Produktion, die Flug MH 17 vor 15 Monaten über der Ukraine abschoss und knapp 300 Menschen den Tod brachte. Dies hat der Untersuchungsbericht jetzt zweifelsfrei festgestellt. Wer immer sie abgeschossen hat, wer immer den Befehl dazu gab – er hat diese Menschenleben auf dem Gewissen. Wir sollten ihn finden.

Zwei halten besser als einer
Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch lösen Gregor Gysi an der Spitze der Linken ab. Dass zwei es machen, spricht dafür, dass die Linke sich auch nicht mehr traut, radikal zu sein. Wenn einer den anderen fragen muss, bevor er um die Ecke biegt, gehen beide häufiger geradeaus.

Einen radikalen Abend wünscht Ihnen zum Ausgleich

Oliver Stock

Kommentare (19)

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Herr Edmund Stoiber

13.10.2015, 18:55 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Hans Mayer

13.10.2015, 19:06 Uhr

Lieber Herr Stock, Pegida hat doch großen Zulauf, aktueller als jemals zuvor, wieso sollen die im "Aus" stehen, oder sich dahin befördern.
Das die deutschen Mehrheitlich hinter Merkel stehen glaube ich schon 2 mal nicht, mal sehen ob sie Weihnachten noch unsere "Kanzlerin" ist.
Schäuble sollte gar kein Geld für diese "illegalen" ausgeben, nur Sachleistungen, und gemeinnützige Arbeit vom ersten Tag an.
Wetten das die dann schnell wieder weg sind, freiwillig sogar.

Herr Hans Läufer

13.10.2015, 19:17 Uhr

Radikaler als Merkel gehts nicht mehr. Gesetze mit Füssen treten und Verträge grob mißachten. Die Grenzen und die Hoheit über das Staatsgebiet aufgeben heißt de facto, Deutschland als souveränen Staat aufgeben.
Merkel ist die, die das Volk auf die Starße treibt und radikalisiert. Immer schön Ursache und Wirkung beachten.

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