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15.09.2015

18:32 Uhr

Was vom Tage bleibt

Wo Milch und Honig fließen

VonOliver Stock

In Syrien erzählt man sich Wunderdinge über Deutschland: Essen, Trinken, Dach überm Kopf und Medizin – alles umsonst. Die Hintergründe dazu und warum die Energieversorger Energieruinen werden, erfahren Sie hier.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser!

Humanitärer Touch

Salem El-Hamid ist Generalsekretär der Deutsch-Syrischen Gesellschaft. Wie seine Landsleute unser Land sehen, klingt aus seinem Mund so: „Die Deutschen waren die einzigen, die während der Kolonialzeit kein arabisches Land besetzt haben. Der humanitäre Touch war aus Sicht der Syrer immer da. Wir mögen Deutschland und haben ein unheimliches schönes Bild von diesem Land. In Damaskus überbieten sich die Menschen jetzt mit ihren Erzählungen. Es ist das Land, wo Milch und Honig fließen, die medizinische Behandlung sei kostenlos, es gebe überhaupt alles umsonst. Deutschland ist das Mekka Europas geworden. Es ist das einzige Land, das Flüchtlingen sämtliche Möglichkeiten bietet.“

Zaunkönige

Nachdem Ungarn die Grenze zu Serbien abgezäunt hat, will das Land nun auch die Grenze zu Rumänien teilweise mit einem Zaun abriegeln. Eine Krisengewinner-Branche gibt es damit auf jeden Fall: die Zaunhersteller.

Deutschland schafft sich neu

Vor fünf Jahren meinte Thilo Sarrazin: „Deutschland schafft sich ab“, weil immer mehr Menschen, die nicht aus Deutschland kommen, hier die Verhältnisse umkrempeln. Heute sieht er sich bestätigt. Halten wir dagegen und sagen: Deutschland schafft sich nicht ab, sondern wir erfinden uns neu.


Hartz IV bleibt hier

In deutschen Amtsstuben wird aufgeatmet. Der Europäische Gerichtshof hat das hierzulande geltende Recht bestätigt: Deutschland darf EU-Zuwanderer von Hartz IV ausschließen. Das Urteil entspannt auch die Flüchtlingsdebatte. Milch und Honig fließen eben doch nicht kostenlos.

Energieruinen

Den Atomkraftwerk-Betreibern Eon und RWE laufen die Anleger davon, weil sie sich nicht wissen, ob die Unternehmen genug Geld haben, um ihre stillgelegten Kraftwerke ordnungsgemäß abzureißen. Die Energiewende hat die Energieriesen in Energieruinen verwandelt. Es wird einige Energie kosten, sie wieder herzurichten.

Liebherr im Sturm

Der auf die große Moschee in Mekka gestürzte Baukran stammt vom deutschen Baumaschinen-Hersteller Liebherr. Dem tragischen Unglück sind mehr als 100 Menschen zum Opfer gefallen. Liebherr ist seither das Mekka der Krise.

Einen krisensicheren Abend wünscht Ihnen

Oliver Stock

Kommentare (9)

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Adolf Schickelgruber

15.09.2015, 18:44 Uhr

Deutschland schafft sich nicht ab, sondern wir erfinden uns neu."
Das war der blödeste Satz des Jahres, da aber erst September ist, werden Sie ihm bestimmt noch übertreffen.

Herr Henry Wuttke

15.09.2015, 18:46 Uhr

Thilo Sarrazin hat in seinem Buch 2010 untertrieben. Europa schafft sich ab.

Account gelöscht!

15.09.2015, 19:37 Uhr

Wo Milch und Honig fließen ?????

In Syrien erzählt man sich Wunderdinge über Deutschland: Essen, Trinken, Dach überm Kopf und Medizin – alles umsonst ?????

UND TODE AUF DEUTSCHE STRAßENECKEN IM WINTER...

UND Hartz4 Kinder die ohne Frühstück zur Schule gehen....

UND Studenten bezahlen freiwillig mehr Miete als etwa der Jobcenter bereit ist für Hartz4 Bezieher zu bezahlen...

UND 30 Millionen EU-ARBEITSLOSEN die jetzt im TV mitbekommen wie Unternehmer Arbeitsplätzen für Flüchtlinge beschaffen wollen...

UND Deutsche Rentner die wegen ihre geringe Rentenbezüge aus Deutschland auswandern müssen um sich übers wasser zu halten nach Jahrelangen arbeiten...

Wie lange glaubt diese EU dass die EU-Bevölkerung bereit ist solche und noch andere Ungerechtigkeiten auszuhalten wegen der Unfähigkeiten der EU ?????


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