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14.04.2014

18:02 Uhr

Was vom Tage bleibt

Zwischen Beten und belegten Brötchen

VonOliver Stock

Banger Blick in den Osten der Ukraine: Ist es schon Krieg oder zumindest das Ende des Friedens? Österreichs Schüler zahlen die Zeche für die Bankenrettung. Und Facebook steigt ins Bankgeschäft ein. Der Tagesbericht.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,


Ein Land zerfällt

Mit der Ukraine ist kein Staat zu machen. Das Land zerfällt schneller als eine Sandburg im Wind. Ob es sich im Krieg, im Bürgerkrieg oder nur in einer kritischen Phase befindet, können Historiker später entscheiden. Wir Journalisten suchen heute nach Antworten, so wie unser Reporter Helmut Steuer, der für Handelsblatt Online aus der Ostukraine berichtet. Seine Reportage schrieb er zwischen „Beten und belegten Brötchen“. Und seine wichtigste Erkenntnis hat er schon vor der Reise fassen können: Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.

Größere Klassen, kleinere Banken

Österreich hat ein Problem. Oder auch mehrere. Das erste ist, dass das Land stark Richtung Ukraine und Russland ausgerichtet ist. Das zweite, das mit dem ersten nichts zu tun hat, ist, dass es mit der Hypo Alpe Adria eine Bank in Klagenfurt besitzt, die auch durch tatkräftige deutsche Mithilfe in Straucheln geraten ist, wofür die Österreicher jetzt gerade stehen müssen. Und das dritte Problem, das mit dem zweiten unmittelbar zusammenhängt, wird jetzt sichtbar: Das Geld, das die Bank verschlingt, wird bei der Bildung gespart. Österreich wird die Schulklassen vergrößern müssen. Klagen darüber werden in Klagenfurt entgegengenommen, aber wahrscheinlich unbeantwortet gelassen.


Analyse nach bayerischer Art

Peter Gauweiler ist möglicherweise einer der schnellstdenkenden Konservativen, die unser Land so hat. Gefühlt ist er auch der Spitzenkandidat der CSU, wenn es um Europa-Fragen und -Wahlen geht. Mit Handelsblatt Online hat er über Europa geplaudert und eine richtige Analyse abgeliefert. Viele seien für Europa, aber immer weniger für die Europäische Union, meint er. Mit seiner Schlussfolgerung „wir müssen die Sinnhaftigkeit des Projekts in Frage stellen“ liegt er jedoch haarscharf daneben. Ich fände es besser, den Spalt zwischen dem, was wir uns von Europa erträumen und dem, was die Europäische Union davon umsetzt, zu verkleinern.

Beim Geld endet die Freundschaft

Wie viele Banker ich schon warnend von der „Google-Bank“ habe reden hören, kann ich gar nicht mehr aufzählen. Sie alle lagen falsch, denn es ist nicht Google, das sich nun ins Bankgeschäft stürzt, sondern Facebook. Das soziale Netzwerk möchte eine Lizenz in Irland beantragen, die es benötigt, um Geldgeschäfte unter seinen Mitgliedern abzuwickeln. Die Facebook-Freunde sollen sich gegenseitig über ihr bevorzugtes Netzwerk Geld überweisen können. Es könnte sein, dass daran manche Freundschaft zerbricht.

Einen freundschaftlichen Abend wünscht Ihnen

Oliver Stock

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

14.04.2014, 18:22 Uhr

Hallo Herr Stock

Erhalten wir heute noch Informationen bezüglich Primärüberschuß 2013 aus Griechenland ? Oder werden die Tatsachen weggehüstelt ? Für alle Interessierten: -23,109 Mrd. Euro bzw. -12, % vom BIP !

Account gelöscht!

14.04.2014, 18:28 Uhr

... -23,109 Mrd. Euro sind natürlich die griechischen Schulden 2013 (damit kein Missverständnis aufkommt)

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