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05.04.2013

12:57 Uhr

Weimers Woche

Kim, der typische Kommunist

Das Säbelrasseln Nordkoreas mit dem angedrohten Einsatz von Atomwaffen verschreckt die Welt. Doch Europas Linke bleibt stumm. Sie will nicht wahrhaben, dass Kommunismus und Gewalt Verwandte sind.

Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.

Wolfram Weimer

Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.

Als vor kurzem Venezuelas roter Diktator Hugo Chavez starb, da weinte die Linke Europas als habe ein guter Hirte seine Herde verlassen. Nicht wenige Medien hierzulande feierten Chavez als mutigen, anti-amerikanischen Volkstribun und Freund der Armen.

In Wahrheit war er ein brutaler Unterdrücker, der das reiche Venezuela einigermaßen ruiniert hinterlässt. In seinen Gefängnissen wurde gefoltert, Regimekritiker verschwanden, die Medien wurden gleichgeschaltet, Zigtausende flohen aus dem Land. Die deutsche Linkspartei aber, von Lafonatine über Gysi bis Wagenknecht, lobpreisen das Chavez-Venezuela als Hort der besseren Welt.

Ganz wie Kuba. Die Castro-Diktatur lässt seit Jahrzehnten weder freie Wahlen noch freie Meinungen noch freie Unternehmer zu. In ihren Kerkern werden Andersdenkende gequält, die brutale Geheimpolizei DGI hält das zur Armut verdammte Land in ihrer Knute. Wer irgendwie kann, der flieht in die USA.

Doch der Schrei des unterdrückten Volkes wird in Europa einfach überhört. Dort ergötzt man sich lieber am Kult um Castros Cohibas und seinem macho-karibischen Anti-Amerikanismus. Für Sozialisten ist Kuba so etwas wie eine Absacker-Bar der ideologischen Coolness.

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Bei Menschenrechten sind sie auf dem linken Auge jedenfalls blind geblieben. Es gibt bei der Generation Lafontaine einfach kein Bewusstsein, dass die sozialistischen Diktaturen Millionen in grausame Tode geschickt haben. Die Linke ist unfähig zur Trauer mit den Opfern, sie hat ein steinernes Herz beim Blick in den Abgrund ihrer totalitären Geschichte.

Stattdessen äugen Europas Sozialisten immer noch mit heimlicher Freude auf die letzten Dinosaurier der kommunistischen Epoche wie „Fidel” und „Hugo”. Das galt bislang sogar für Nordkorea. Doch das kriegslüsterne Geschrei des Kommunisten-Kim lässt das linke Milieu plötzlich verstummen. Denn der Vorhang der historischen Verniedlichung, er fällt.

Der Fall Nordkoreas entlarvt nämlich, dass es zwischen Kommunismus und Gewalt einen zwangsläufigen inneren Zusammenhang gibt. Die Ideologie lebt nur davon, dass sie anderen ihre einseitige Weltsicht, ihre Diktatur des Proletariats aufzwingt, dass sie Kriege nach innen wie außen führen muss, um zu überleben. Kommunisten hinterlassen darum eine inhumane Brandspur ihres Wirkens.

Kim mag eine besonders grelle Fratze des Kommunismus zeigen, typisch bleibt sie gleichwohl. Von den Gulags Stalins bis zu den Mauertoten in Berlin, von den Killing Fields der Roten Khmer bis zu den Abermillionen Opfern Maos (die er einmal mit dem Satz „Revolutionen sind eben keine Dinner-Partys” kommentierte) reicht die Blutspur der linken Ideologie. Der Auftritt Kims zeigt noch einmal wie in einem plärrenden Epilog der Geschichte, was Kommunismus bedeutet: Elend, Totalitarismus und das Diktat des Gewehrkolbens.

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Kommentare (19)

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observer

05.04.2013, 13:06 Uhr

++++ na bitte, ALLES hat seinen Grund ++++++++
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es war eh klar, dass die Nordkora sache nur ne Ablenkung ist, aber so wie (lt. Einstein) die dummheit wohl unendlich ist, ist auch das "Wissen" der Leser um das Verhalten von dem braven Soldaten KIM unendlich.
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Geflügelte Todesboten

Der Keim mit dem harmlos klingenden Namen H5N1 ist ein tödlicher Killer und hat das Zeug für ein Horrorszenario. In Asien raffte der Erreger der Vogelgrippe mehr als 100 Millionen Gänse, Enten und Wildvögel hinweg und er ist inzwischen in Kasachstan und Sibirien angekommen.
Schafft es der Keim, massenhaft auf den Menschen überzuspringen, könnte er mehr Opfer fordern als das Grippevirus H1N1. Das tötete 1920 als „Spanische Grippe“ in einem weltweiten Seuchenzug etwa 20 Millionen Menschen. Solch eine Pandemie findet alle 30 bis 40 Jahre statt und ist Experten zufolge „überfällig“.

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(*) Lausitzer Rundschau

Freidenker

05.04.2013, 13:31 Uhr

Solch einen dümmlichen Artikel hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen. Wer tatsächlich hinter einem Wort steht, beweist sein Handeln. Und das Kommunisten auch nur machtbesessen sind, genau wie die Nazi-finanzierte CDU!!! sollte allen klar sein. Im Christentum steht auch nur das C als hohle Phrase drinn...Nächstenliebe sieht wahrlich anderes aus. Die nämlich gibt es im Kapitalismus überhaupt nicht und gab es auch im Mittelalter nicht. Alles nur Herrschaftssprache um die Masse zu verdummen!!

Und Sozialdemokraten sind auch nicht sozial, sondern sind genauso nur an ihren eigenen Interessen, an der Macht interessiert, wie jedes andere Parteimitlgied, welches an die Macht und somit an die Tröge der Steuertöpfe gelangen will.

Kommunismus, Kapitalismus sind alles nur erfundene Ideologien um die Masse auszubeuten und zu unterdrücken!!

Wer solche Artikel verfasst, hat das System noch nicht wirklich begriffen. Bzw. sich dem System als Hofschranz längst verkauft!

Freidenker

05.04.2013, 13:35 Uhr

Und hören Sie doch mal auf, von den eigentlichen schwerwiegenden Problemen abzulenken!!!

Auch in der BRD existiert keine Demokratie, bereits wieder ein softer Faschismus!!! ALG II ist der NS-Zeit entlehnt!
die Eliten sind hier genauso abgehoben und verkommen. Wir habne bereits eine Diktatur, da lle Parteien gleichgeschaltet sind. Die Medien nicht die Wahrheit verbreiten, sondern nur noch Panik und Angst!!! Da ist nicht mehr viel Unterschied zum Kommunismus.

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