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27.04.2012

11:50 Uhr

Zschaber zündelt

Anleger sollten ihr Vermögen umschichten

VonMarkus Zschaber

Wer Geld investiert, braucht eine bessere und verständlichere Orientierung, wie das eigene Vermögen strukturiert und aufgeteilt werden kann. Tagesgeld ist dabei ein Baustein, aber sicher nicht der einzige.

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Sparer und Anleger in Deutschland sind seit Jahren vorsichtig bei der Anlage. Wem sollte man es auch verdenken, die vergangenen Jahre waren alles andere als einfach. Viele politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ereignisse beeinflussten die Kapitalmärkte. Finanz-, Wirtschafts-, Liquiditäts- und Währungskrisen sorgten dafür, dass Beteiligungen an Unternehmen, in Rohstoffe oder Edelmetalle nur geringe Aufmerksamkeit erfuhren.

Die Schnelllebigkeit der Märkte und die dynamisch ansteigende Informationsverarbeitung unterstützten den Trend hin zur „nominalen“ Sicherheit. Die Angst auf das falsche Pferd zu setzen und damit womöglich temporär Verluste hinnehmen zu müssen, führten dazu, dass sich die deutsche Investmentkultur immer weiter zurückbildete.

Selbst bei als sicher geltenden Anlagen wie Staatsanleihen erlebten Anleger plötzlich Ausfallrisiken, was die Furcht vor der falschen Geldanlage weiterhin befeuerte. Das beweisen auch die hohen Einlagen der Bankhäuser, welche Rekordniveaus erreichten. Sparbuch, Tages- und Festgeld sind die Anlagen der Gegenwart und gelten im Allgemeinen als sicher.

Die aktuellen Marktbedingungen haben verständlicherweise zur Besorgnis beigetragen. Es liegt letztlich an allen Beteiligten, also der Finanzindustrie, aber auch an der Politik, die Kapitalmärkte so zu regulieren, dass die Anleger wieder Vertrauen finden zu investieren.

Das Vertrauen zurück zu gewinnen, gilt als vielleicht wichtigster Schritt in diese richtige Richtung. Das fängt beim Grundvertrauen in den Euro oder die Politik an und endet beim Vertrauen des Anlegers und Sparers, strategisch die richtige Entscheidung zu treffen.

Kommentare (3)

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MeineAnlagenderGegenwartZukunft

27.04.2012, 21:25 Uhr

..ich habe da auch einen Vorschlag, zu mindestens einen dahingehend, wie sich jeder EU-Bürger gegen die kommenden Enteignungen schützen kann:" Buchtipp - Freiheit durch Gold: Sklavenaufstand im Weltreich der Papiergeldkönige
Prof. Dr. Hans J. Bocker und auch das Buch "Vom Gelde, Valuta, Währungsnot 1921-1923 von Argentarius!"

Zudem bieten andere reale Werte wie Silber, Aktien, Kunst, alte Kfz mit Wertsteigerungssinn ebenfalls eine gewisse Absicherung, d.h. regelmäßig zu kaufen und Risiken streuen.

Bloß keine Papier-Altersvorsorgeprodukte abschließen und unnötige Schulden möglichst vermeiden. Dazu eine gute BU- und Risiko-LV!

Ich befürchte das wird nix mehr mit dem Euro. Die EU hat einfach zu lange gewartet und dann auch noch "Falschgeld" in Umlauf gebracht.

Stop the ESM, ACTA, CISPA and INDECT!

Account gelöscht!

28.04.2012, 10:27 Uhr

Kann der Geschäftsführer dieser Vermögensverwaltung nichts anderes als Luftblasen von sich geben? Welch ein Glück für jene, die einen Bogen um diese Art von Geschäften machen.

RDommermuth63

28.04.2012, 15:02 Uhr

Glückwunsch, da sagt ja mal wieder einer die ungeschminkte Wahrheit. Ich muss dem Verfasser durchaus Recht geben, wie er die Vergangenheit skizziert und die Zukunft ausmalt - da sieht es nicht rosig aus für den Rentner und auch vermeintlichen Falschanleger !

Also seinen Ausführungen stimme ich zu: ""Es gilt an dieser Stelle jeden zu warnen, der sich trotz schlechter finanzieller Verfassung auf das staatliche Rentensystem verlässt. Ohne eine private Bereitschaft, sich dem Thema Finanzanlage zu widmen, wird es zukünftig sehr schwierig sein, seine finanziellen Ziele zu erreichen.""

Aber wie soll es gelingen ??

- Den Banken das Geld anvertrauen - nun ja !
- Den Fondsgesellschaften - nun ja !
- Den Riestern dieser Welt - nun ja !
- Den Rürups dieser Welt - un ja !

Also bleibt es bei dem Problem: ""Es muss gelingen, den Anlegern eine bessere und verständlichere Orientierung bei der Strukturierung und Aufteilung von Vermögen zu ermöglichen. Tagesgeld ist ein Baustein, aber sicher nicht der einzige. Für jedermann muss klar sein, dass das Vermögen angemessen über Aktien, Anleihen, Edelmetalle und Geldmarktanlagen gestreut werden muss, um Wertschwankungen zu reduzieren und Rendite zu erwirtschaften. Zusätzlich lässt sich durch eine ausgewogene Streuung in einer Anlageklasse das Anlagerisiko weiter verringern.""

Aber wie, vielleicht beantwortet er es in der nächsten Kolumne - da bin ich gespannt

Meine Hochachtung zunächst zum Vorschlag

Ihr
R.Dommermuth


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