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07.12.2012

14:36 Uhr

Zschaber zündelt

Ist die Fiskalklippe ein zahnloses Monster?

VonMarkus Zschaber

Die sogenannten „fiskale Klippe“ in den USA wird heftig diskutiert. Droht der Absturz der US-Wirtschaft, wenn sich die politischen Parteien nicht doch noch einigen? Wie die Lösung aussehen könnte.

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

In nahezu allen wichtigen US-Medien wird die sogenannte „Fiskale Klippe“ derzeit mit hoher Intensität diskutiert. Mögliche volkswirtschaftliche Gefahren, die daraus entstehen könnten, werden dynamisch an die Öffentlichkeit herangetragen. Nicht wenige Medien sprechen von einem „Monster“, das die Weltwirtschaft bedroht.

Wenn ich mir die unterschiedlichen Äußerungen der entscheidenden amerikanischen Protagonisten vergegenwärtige, könnte ich als Beobachter in der Tat sehr schnell den Eindruck bekommen, dass beide politische Seiten, also Republikaner und Demokraten, in ihrer Kompromissbereitschaft noch relativ weit von einem versöhnlichen Ende entfernt sind.

Zu den Fakten: Präsident Obama hat die Wahlen in den USA mit einem klaren Ergebnis gewonnen, wobei die Aufhebung der Steuervorteile für die reiche Bevölkerung ein ganz entscheidendes Thema seines Wahlsieges war. Die vielen Äußerungen seitens demokratischer Abgeordneter, die vor allem dem stark zugenommen linken Flügel zugeordnet werden können, bestätigten die Wichtigkeit dieses Themas. Daraus resultiert, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Präsident einem Deal zustimmen sollte, der die Steuervorteile für Reiche verschont, bei nahe null Prozent liegen dürfte.

Auf der anderen Seite stehen die Republikaner, die ebenfalls durch einen starken Zulauf der sogenannten „Tea-Party“ unter hohem Einfluss dieser eher radikalen Parteigruppe stehen. Die „Tea-Party“ hat von ihren republikanischen Anhängern bereits in den vergangenen Monaten Steuerschwüre unterschreiben lassen, welche dazu verpflichten, niemals einer Steuererhöhung für Reiche zuzustimmen. Wenn man bedenkt, wie stark dieser besagte Steuerschwur derzeit durch einzelne Republikaner in die amerikanische Öffentlichkeit getragen wird, zeigt dies, dass man mittlerweile zu Recht von einem „Dogma“ der Partei sprechen kann. Der populistische Effekt könnte größer nicht sein.

Noch einmal verhärten sich die politischen Fronten zwischen den Demokraten und den Republikanern. Es stellt sich die Frage: Wie gefährlich könnte die „heiß“ diskutierte „Fiskale Klippe“ für die größte Volkswirtschaft der Welt werden, sollte kein gesichtswahrender Notfallplan gefunden werden?

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

07.12.2012, 19:02 Uhr

Die „Fiskal Klippe“ sollte sich somit zunehmend als zahnloses Monster herauskristallisieren.

Darauf dürfen Sie sich verlassen, Herr Zschaber ;-)

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