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06.07.2012

16:00 Uhr

Zschaber zündelt

Schuldenkrise beschleunigt den Aufstieg der Schwellenländer

VonMarkus Zschaber

Die westlichen Industriestaaten kämpfen mit der Schuldenkrise. Die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens werden dagegen immer stärker. Die Welt steht vor einem tiefgreifenden Wandel.

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Die Unterschiede zwischen Industriestaaten und Wachstumsnationen könnten kaum größer sein. Während die westliche Welt auf absehbare Zeit unzweifelhaft mit den Folgen der hohen Staatsverschuldung kämpfen wird, ist der Wachstumstrend gerade in Asien ungebrochen.

Die Sparprogramme in den Industrieländern, durch die die hohe Staatsverschuldung reduziert werden soll, schmälern das  zukünftige Wachstum zusätzlich. Fakt ist, dass das Wachstum in den Emerging Markets insbesondere in großen Teilen Asiens sowie in Brasilien, Mexiko und teilweise in Osteuropa dazu führen wird, dass die großen Industrienationen sukzessive an Gewicht in der Weltwirtschaft verlieren werden. China wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden 30 Jahren zur größten Volkswirtschaft der Welt heranwachsen. Den Titel Exportweltmeister hat sich China bereits gesichert. Der nächste logische Schritt ist, dass auch der Titel Konsumweltmeister nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Wir sprechen hier nicht mehr über temporäre Wachstums- oder Entwicklungseffekte, sondern über einen nachhaltigen Wandlungsprozess der bereits heute im vollen Gange ist.

Interessant ist, dass das Tempo dieses  Wandels zwar bereits hoch ist, sich künftig allerdings noch beschleunigen wird. Die sogenannten Wachstumsmärkte werden nicht mehr lange benötigen, um die volkswirtschaftlichen und industriellen Rückstände auf den Westen aufzuholen, was unter anderem auf den Faktor Technologie zurück zu führen ist. Dies wird dazu führen, dass auch der Wohlstand in diesen vermeintlich ‚fernen‘ Nationen weiter ansteigen wird. Dadurch werden die  Emerging Markets an politischer und wirtschaftlicher Macht in der Welt gewinnen.

Kommentare (4)

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GoToHELLas

06.07.2012, 18:31 Uhr

Zschaber, [...]. Die finnische Finanzministerin wird gerade in der FAZ zitiert, daß ihr Land nicht am Euro hänge. Wie schafft man es, solide Staaten im Euro zu halten? Ist mal eine geistige Herausforderung für Dich.
[...]! [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

mauiswimm

06.07.2012, 18:38 Uhr

hmmm...populistischer brotaufstrich.. Da muss sich halt einer im Sommerloch Gehör verschaffen, der sonst untergeht unter DJE u.a.

Freiheit

06.07.2012, 19:07 Uhr

Im Jahr 1900 waren noch 25 Prozent der Weltbevölkerung Europäer - im Jahr 2050 werden es voraussichtlich nur noch fünf Prozent sein.

Wir Europäer haben keine Zeit für eigene Kinder. Wenn uns das mal nicht auf die Füße fällt.

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