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20.08.2012

14:40 Uhr

Zschaber zündelt

USA – Spirale nach unten

VonMarkus Zschaber

Washington hat diese Woche versöhnliche Daten zur Industrieproduktion vorgelegt. Doch Optimisten freuen sich zu früh.

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

650 Milliarden Dollar. In Worten: Sechshundertfünfzigmilliarden – so hoch ist das Haushaltsdefizit, das die Zentralregierung in Washington innerhalb des ersten halben Jahres angesammelt hat. Vergleiche ich diese Summe der neuen Schulden zum gesamtwirtschaftlichen Ergebnis, kann ich nur sagen: Das ist weiterhin absolut inakzeptabel.

Auf der Suche nach einem Lichtblick kamen diese Woche Zahlen zur landesweiten US-Industrieproduktion. Sie haben das Zeug dazu, mich versöhnlicher zu stimmen.  Der Output im verarbeitenden Gewerbe konnte im vergangenen Monat um 0,5 Prozent zum Vormonat ansteigen und um 4,75 Prozent zum Vorjahresmonat. Diese Entwicklung zeigt eine weitere Belebung der amerikanischen Industrie. Allerdings liegt die absolute Industrieproduktion trotz aller Multimilliarden US-Dollar Ausgaben seitens der Regierung und Notenbank nach wie vor hinter den Höchstständen aus 2007.

Dennoch resultiert daraus, dass auch die Kapazitäten innerhalb der Industrie in den USA weiter anstiegen. Was die US-Wirtschaft und damit auch die Kapazitäten, derzeit stützt ist ein sogenannter zyklischen Dreiklang. Das bedeutet, dass der Lagerzyklus, der Investitionsgüterzyklus und auch der Konsumgüterzyklus weiterhin die Wirtschaft stabilisieren. Nicht zu vergessen ist aber, dass diese Zyklik durch hohe Ausgaben der Regierung subventioniert wird.

Die Frage, die ich mir stelle, lautet: Wie abhängig ist die US–Wirtschaft bereits von den Interventionen und strukturellen staatlichen Ausgaben von Regierung und Notenbank? Kann sie noch ohne oder befinden wir uns bereits in einer Interventionsspirale, welche die logische Folge auf eine vorhandene Liquiditätsfalle darstellt?

Kommentare (5)

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Suedlicht

20.08.2012, 14:54 Uhr

Die USA haben sich in den letzten 25 Jahren systematisch de-industrialisiert und die wertschöpfenden Tätigkeiten nach Asien verlegt. Dementsprechend sind die Handelsaktivitäten durch Walmart & Co angestiegen. Die permanente Befeuerung des Konsumverhaltens führt deshalb nur dazu, daß geringbezahlte Arbeitsplätze im Handel entstehen, während der weit überwiegende Anteil dieser Stimulierung über den Handel nach Asien abfliesst. Die USA befinden sich deshalb schon einige Zeit in einer Situation, die sich nur durch sehr langfristige Industriepolitik ändern lässt, nicht jedoch über kurzfristige Stimuli.

1-Weltregierung

20.08.2012, 15:06 Uhr

Fakt ist, dass CHINA mit seinen Reserven sich fast die gesamte USA aufkaufen könnte.

Nur eben, was sollte China davon haben?
Die USA hängt schon lange am chinesischen Tropf. Man achte mal drauf, wenn Obama mit dem Oberhäuptling aus china zusammen kommt.

Obama verbeugt sich sklavisch
die China-Häuptling nicht bestenfalls etwas mit dem Kopf

Geht es noch deutlicher, wer das Sagen hat?

kit_fisto

20.08.2012, 19:49 Uhr

@1Weltregierung (Wird's nie geben!) - "Fakt ist, dass CHINA mit seinen Reserven sich fast die gesamte USA aufkaufen könnte. Nur eben, was sollte China davon haben?
Die USA hängt schon lange am chinesischen Tropf. Man achte mal drauf, wenn Obama mit dem Oberhäuptling aus china zusammen kommt."

Griechenland hängt an Deutschlands Tropf - freuen WIR uns dass wir morgen alle griechischen Häfen und Reedereien aufkaufen könnten, Vorgriff auf Griechenlands Cousin Zyperns riesige Gas-Vorkommen im Mittelmeer genießen werden?

USA an Chinas Tropf? Viel schlimmer - Die Chinesen erkennen gerade viel zu spät dass Sie ihre Güter Griechen verkauften, Target2 raffinierter und in größerem Stil! Denn DIESES Griechenland hat eine gigantische Navy und Kriegsindustrie, und dieses Griechenland druckt sich seine Pedro-Drachme OHNE um Erlaubnis zu erpressen!

Arme Chinesen...


Guter Artikel, Herr Zschaber!

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