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02.02.2005

13:07 Uhr

Manche flotten Sprüche kommen wie ein Bumerang auf wahlkämpfende Politiker zurück. So ergeht es Gerhard Schröder. Der Kanzler wollte sich jederzeit am Abbau der Arbeitslosigkeit messen lassen. 1998 meinte er, wenn es der Regierung nicht gelänge, die Arbeitslosigkeit stark zu reduzieren, habe sie es nicht verdient, wieder gewählt zu werden. Fünf Millionen registrierte Arbeitslose im Januar 2005 sind ein Negativrekord. Er lässt sich weder durch das Winterwetter noch durch die Statistikänderungen aus den Schlagzeilen schaffen.

Die Statistik verbirgt immer noch mehr als sie offenbart: Die tatsächliche Unterbeschäftigung liegt zwischen sechs und sieben Millionen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist auf 26,7 Millionen gesunken, 337 000 weniger als im Vorjahr. Das bringt die Sozialversicherungen noch stärker unter Druck. Die Arbeitsmarktreformen wirken erst, wenn die Wirtschaft wieder stärker wächst. Sie brauchen Zeit - viel mehr, als der Kanzler bei seinen vollmundigen Erklärungen gedacht hat.

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