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12.01.2007

05:31 Uhr

Bei RTL ist die Freude über die Treue des Moderators Günther Jauch groß. Nachdem er die sonntägliche ARD-Talk-Show von Sabine Christiansen abgesagt hat, gehört der Publikumsliebling nun wieder zu 100 Prozent dem Bertelsmann-Sender. Doch auch Günther Jauch kann nach dem Eiertanz der vergangenen Monate endlich aufatmen. Nun hat der geschäftstüchtige Entertainer endlich wieder freie Hand, lukrative Werbeverträge zu unterschreiben. Der Millionär aus Potsdam muss keine Angst mehr haben, dass ihm die Intendanten der ARD einen Strich durch die Rechnung machen.

Jauch hat sich in letzter Zeit immer wieder geärgert, dass die neidischen ARD-Oberen stets neue Forderungen stellten. Offenbar hat der Moderator aber nicht gemerkt, dass beim Ersten ein neuer Wind weht. Der öffentlich-rechtliche Senderverbund sieht seinen TV-Ikonen bei ihren Werbeauftritten genau auf die Finger. Das ist gut und richtig. Die harte Linie unter dem neuen ARD-Vorsitzenden Fritz Raff hat erst in dieser Woche der Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier zu spüren bekommen. Der populäre Wasi wird für das Erste nicht mehr als Ski-Experte arbeiten. Denn er wirbt für ein Computerspiel des Konkurrenten RTL. Nach den Skandalen der vergangenen Jahre um Schleichwerbung im ARD-Programm wird nun endlich aufgeräumt. Die Querelen um den Radrennfahrer Jan Ullrich sind noch in guter Erinnerung. In dieser Situation ist die Absage von Jauch nur logisch und richtig.

Schadet der Verzicht Jauchs der ARD? Wohl kaum, denn das Erste hat genügend profilierte Journalisten, die eine Talkshow am Sonntagabend professionell moderieren können. Einer ist sicher Frank Plasberg. Mit seinem WDR-Talk „Hart, aber fair“ demonstriert er, wie spannend politische TV-Diskussionen sein können.

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