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05.01.2007

05:00 Uhr

BANKEN

Topp, die Wette gilt!

VonRolf Benders

Den Kunden freut’s, der langjährige Beobachter wundert sich: Die etablierten Filialbanken greifen die Direktbanken mit Gratiskonten und hohen Tagesgeldzinsen an!

Millionen werden in die Subventionierung von Lockvogelofferten und Marketingkampagnen gesteckt. Verloren gegangene Kundengruppen sollen zurückgewonnen werden. Wachstum im Privatkundengeschäft lautet die Devise!

Dazu schlägt einem derzeit allerorten Werbung entgegen, und das nicht nur von Commerzbank & Co. Selbst die lange als verschlafen geltenden Sparkassen und Kreditgenossen sind aufgewacht: So führt die Frankfurter Sparkasse 1822 derzeit das Tagesgeldranking der Finanzberatung FMH mit erstaunlichen 3,6 Prozent für zwölf Monate an!

Der geneigte Beobachter denkt ein paar Jahre zurück. Damals wurde der ungeliebte „Normalkunde“ bei der Deutschen Bank in eine Art „schlechte Bank“ ausgegliedert, und die Filialen galten ausschließlich als Kostenfaktor. Schon damals begriffen einige, meist ausländische Institute, was bei deutschen Privatkunden zu holen ist. Mit preiswerten und einfach strukturierten Produkten rollte etwa die ING Diba den Markt auf.

Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass nicht alle Filialbanken den jetzt angesagten Gegenangriff dauerhaft durchhalten werden. Denn nach wie vor ist es ein Kampf mit ungleichen Waffen. Die Direktbanken verfügen über die moderneren IT-Systeme und lassen Konten im Billiglohnausland verwalten.

Dieser Kostennachteil ist faktisch nicht ausgleichbar. Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hat dies zuletzt positiv gewendet in den

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